Minne als Sozialmodell (eBook)

Konstitutionsformen des Höfischen in Sang und ,rede' (12.-15. Jahrhundert)
Artikelnummer: 978-3-8253-7856-1
Einband: PDF
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Wie paßt höfische Dichtung die Erfahrungen sozialen Miteinanders in die ihr zur Verfügung stehenden Redeordnungen? Diese Arbeit befragt erstmals ein breites Textcorpus aus Minnesang und ,erzählenden' Minnereden systematisch auf ein implizites Wissen vom Hof als einer sozialen Formation. Sie faßt ,Minne' als semantische Ressource für höfische Selbstauslegung auf und zeichnet an ,reden' und Liedern u.a. Reinmars und Walthers, an Wolframs Tageliedern und Winterliedern Neidharts Möglichkeiten des Minnediskurses nach, soziale Komplexität zu bearbeiten.

In dichten Analysen der personalen und institutionalisierten Beziehungsgeflechte, von Raumordnungen, Figurationen des Dritten und von Logiken des Agonalen (Konkurrenz, Aristophilie) erschließen die Untersuchungen Minnesang und Teilbereiche der spätmittelalterlichen Minnerede für wissenssoziologische Perspektiven.

Wie paßt höfische Dichtung die Erfahrungen sozialen Miteinanders in die ihr zur Verfügung stehenden Redeordnungen? Diese Arbeit befragt erstmals ein breites Textcorpus aus Minnesang und ,erzählenden' Minnereden systematisch auf ein implizites Wissen vom Hof als einer sozialen Formation. Sie faßt ,Minne' als semantische Ressource für höfische Selbstauslegung auf und zeichnet an ,reden' und Liedern u.a. Reinmars und Walthers, an Wolframs Tageliedern und Winterliedern Neidharts Möglichkeiten des Minnediskurses nach, soziale Komplexität zu bearbeiten.

In dichten Analysen der personalen und institutionalisierten Beziehungsgeflechte, von Raumordnungen, Figurationen des Dritten und von Logiken des Agonalen (Konkurrenz, Aristophilie) erschließen die Untersuchungen Minnesang und Teilbereiche der spätmittelalterlichen Minnerede für wissenssoziologische Perspektiven.

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VerlagUniversitätsverlag Winter
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2019
Seitenangabe532 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
PlattformPDF
ReiheStudien zur historischen Poetik
AutorMohr, Jan

Alle Bände der Reihe "Studien zur historischen Poetik"

Über den Autor Jan Mohr

Jan Mohr (Prof. Dr.) forscht an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu Germanistischer Mediävistik und Frühneuzeitforschung, besonders zu sozialen Dimensionen im mittelhochdeutschen Minnesang, zum fragilen Zusammenhalt adliger Gesellschaften in höfischen Romanen und zur Verbindung von Beten, regulierten Atemtechniken und Seufzen in Andachtstexten der Frühen Neuzeit. Julia Stenzel (Prof. Dr.) forscht als Heisenberg-Professorin an der Leibniz Universität Hannover zu Transformationen vormoderner Literatur und Theatralität, zu Demagogie und Literatur, zu Theater und Religion in globaler Perspektive, zur Theatralität politischer Stellvertreterschaft sowie zu Imagination und Spiel.

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