Evangelische Gefängnisseelsorge in der SBZ und den frühen Jahren der DDR (1945 bis 1959)

Artikelnummer: 978-3-525-56052-5
Einband: Fester Einband
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Die vorliegende Untersuchung erschließt mit der evangelischen Gefängnisseelsorge in der SBZ und der frühen DDR ein bislang nicht erforschtes Feld im Schnittbereich von Kirchen- und allgemeiner Geschichte. Sie liefert neue Erkenntnisse sowohl zum Staat-Kirche-Verhältnis als auch für die Entwicklung des Verhältnisses von EKD und ostdeutschen Landeskirchen. Durch die Rekonstruktion der Gefängnisseelsorge bereits seit 1945 erhellt die Arbeit auch die bislang nur wenig erforschte Kirchenpolitik der sowjetischen Besatzungsmacht in der SBZ. Es wird belegt, dass die unter den Sowjets etablierte Praxis der Gefängnisseelsorge die Basis für deren Handhabung in der DDR bildete.Dabei verdeutlicht die Untersuchung das Dilemma des Staates: Wie erreichte man den Stillstand des ungeliebten Dienstes der evangelischen Kirche im Strafvollzug, ohne dabei das nach Außen propagandierte Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit, einen unverzichtbaren Eckpfeiler des demokratischen Staates - denn als solchen verstand man sich -, zu beschädigen?

Die vorliegende Untersuchung erschließt mit der evangelischen Gefängnisseelsorge in der SBZ und der frühen DDR ein bislang nicht erforschtes Feld im Schnittbereich von Kirchen- und allgemeiner Geschichte. Sie liefert neue Erkenntnisse sowohl zum Staat-Kirche-Verhältnis als auch für die Entwicklung des Verhältnisses von EKD und ostdeutschen Landeskirchen. Durch die Rekonstruktion der Gefängnisseelsorge bereits seit 1945 erhellt die Arbeit auch die bislang nur wenig erforschte Kirchenpolitik der sowjetischen Besatzungsmacht in der SBZ. Es wird belegt, dass die unter den Sowjets etablierte Praxis der Gefängnisseelsorge die Basis für deren Handhabung in der DDR bildete.Dabei verdeutlicht die Untersuchung das Dilemma des Staates: Wie erreichte man den Stillstand des ungeliebten Dienstes der evangelischen Kirche im Strafvollzug, ohne dabei das nach Außen propagandierte Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit, einen unverzichtbaren Eckpfeiler des demokratischen Staates - denn als solchen verstand man sich -, zu beschädigen?

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VerlagVandenhoeck + Ruprecht
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2022
Seitenangabe432 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH23.6 cm x B16.1 cm x D3.4 cm 834 g
ReiheArbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen
AutorSiedek-Strunk, Stefanie

Über den Autor Stefanie Siedek-Strunk

Stefanie Siedek-Strunk ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Sonderforschungsbereich 1472 "Transformationen des Populären" an der Universität Siegen. Geboren 1969 in Siegen. Abschluss der Realschule im Sommer 1986, gefolgt von einer Ausbildung zur Bürokauffrau, woraus verschiedene Beschäftigungen in der Siegerländer Metallindustrie resultierten. 2006 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und Aufnahme des Geschichtsstudiums an der Universität Siegen mit zunehmender Fokussierung auf die Kirchengeschichte. Nach dem Abschluss des Masterstudiums wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst am Seminar der Evangelischen Theologie und später am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Siegen. 2019 Promotion zum Thema der Seelsorge an den Evangelischen Gefangenen in der Sowjetischen Besatzungszone und in den frühen Jahren der DDR. Seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Sonderforschungsbereich 1472 "Transformationen des Populären" an der Universität Siegen.

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