Briefe in die Ukraine

Artikelnummer: 978-3-88423-751-9
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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CHF 33.50
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Juri Andruchowytsch zählt weltweit zu den wichtigsten Stimmen der Ukraine. Dass seine literarische Karriere als junger Dichter begann, ist hier weniger bekannt. Der von ihm und dem amerikanischen Slawisten Adrian Wanner zusammengestellte Band enthält eine Auswahl seiner Gedichte aus allen Zyklen, die er noch während der Sowjetzeit, in seinen Studienjahren in Lemberg und Moskau und nach Gründung der legendären literarischen Perfomance-Gruppe Bu-Ba-Bu zwischen 1980 und 1990 geschrieben hat. Sie zeugen von einer beeindruckenden stilistischen Vielfalt im Lyrischen, wobei Autor und Übersetzer sich auf ein formales Kriterium geeinigt hatten: Es wurden nur Gedichte mit Reimen und regelmäßigem Versmaß ausgewählt. Eine Herausforderung für den Übersetzer, die dieser brilliant gemeistert hat. Mal in leiseren Tönen geschrieben, so 'Der Baum hat die Wolke mit Zweigen erfasst' im Debütband 'Himmel und Plätze', in seiner Ode an die Jerewanska-Straße, oder 'Der Dichter fragt: Wo ist das Vaterland zu finden' im Zyklus 'Stadtmitte'. Mal in burlesken, nostalgischen Tönen, wenn er dem 'Zirkus Vagabundo' im Zyklus 'Exotische Vögel und Pflanzen' ein Denkmal setzt. Im titelgebenden 'Briefe in die Ukraine' wird der romantische Teufel spürbar, wenn er hingebungsvoll die Vorzüge seiner ukrainischen Heimat preist. Und der junge Dichter gerät zum Propheten, mit der Forderung, die Ukraine muss selbständig werden, weil der von ihm im Herbst 1990 auf seinen langen Wanderungen beobachtete Zerfall der imperialen Metropole für ihn nichts Gutes verhieß. Die 'Briefe in die Ukraine', vom jungen Dichter Andruchowytsch verfasst, sind ebenso prophetisch wie hochaktuell, sie wurden vom Autor immer wieder überarbeitet, auch für die vorliegende Ausgabe. So hat die glücklich in eine andere Sprache umgesiedelte Materie erneut ihre eigenen Grenzen überwunden und schafft einen neuen Zugang zu Juri Andruchowytschs vielgestaltigem Werk.

Juri Andruchowytsch zählt weltweit zu den wichtigsten Stimmen der Ukraine. Dass seine literarische Karriere als junger Dichter begann, ist hier weniger bekannt. Der von ihm und dem amerikanischen Slawisten Adrian Wanner zusammengestellte Band enthält eine Auswahl seiner Gedichte aus allen Zyklen, die er noch während der Sowjetzeit, in seinen Studienjahren in Lemberg und Moskau und nach Gründung der legendären literarischen Perfomance-Gruppe Bu-Ba-Bu zwischen 1980 und 1990 geschrieben hat. Sie zeugen von einer beeindruckenden stilistischen Vielfalt im Lyrischen, wobei Autor und Übersetzer sich auf ein formales Kriterium geeinigt hatten: Es wurden nur Gedichte mit Reimen und regelmäßigem Versmaß ausgewählt. Eine Herausforderung für den Übersetzer, die dieser brilliant gemeistert hat. Mal in leiseren Tönen geschrieben, so 'Der Baum hat die Wolke mit Zweigen erfasst' im Debütband 'Himmel und Plätze', in seiner Ode an die Jerewanska-Straße, oder 'Der Dichter fragt: Wo ist das Vaterland zu finden' im Zyklus 'Stadtmitte'. Mal in burlesken, nostalgischen Tönen, wenn er dem 'Zirkus Vagabundo' im Zyklus 'Exotische Vögel und Pflanzen' ein Denkmal setzt. Im titelgebenden 'Briefe in die Ukraine' wird der romantische Teufel spürbar, wenn er hingebungsvoll die Vorzüge seiner ukrainischen Heimat preist. Und der junge Dichter gerät zum Propheten, mit der Forderung, die Ukraine muss selbständig werden, weil der von ihm im Herbst 1990 auf seinen langen Wanderungen beobachtete Zerfall der imperialen Metropole für ihn nichts Gutes verhieß. Die 'Briefe in die Ukraine', vom jungen Dichter Andruchowytsch verfasst, sind ebenso prophetisch wie hochaktuell, sie wurden vom Autor immer wieder überarbeitet, auch für die vorliegende Ausgabe. So hat die glücklich in eine andere Sprache umgesiedelte Materie erneut ihre eigenen Grenzen überwunden und schafft einen neuen Zugang zu Juri Andruchowytschs vielgestaltigem Werk.

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VerlagWunderhorn
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe120 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH20.8 cm x B13.5 cm
AutorAndruchowytsch, Juri / Wanner, Adrian (Übers.)

Über den Autor Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Außerdem veröffentlicht er Essays und Romane. Andruchowytsch ist einer der bekanntesten europäischen Autoren der Gegenwart, sein Werk erscheint in 20 Sprachen. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992; dt. Karpatenkarneval, 2019), Moscoviada (1993, dt. Ausgabe 2006), Perverzija (1999, dt. Perversion, 2011), die unter anderem ins Englische, Spanische, Französische und Italienische übersetzt wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. Sabine Stöhr, 1968 geboren, studierte Slawistik in Mainz und Simferopol. Seit 2004 übersetzt sie aus dem Ukrainischen, v.a. die Werke von Juri Andruchowytsch und, gemeinsam mit Juri Durkot, das Romanwerk von Serhij Zhadan. 2014 wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung ausgezeichnet. Ebenfalls 2014 erhielt sie, gemeinsam mit Juri Durkot und dem Autor, den Brückepreis Berlin für Die Erfindung des Jazz im Donbass von Serhij Zhadan. 2018 wurde Sabine Stöhr und Juri Durkot der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen für ihre Übersetzung des Romans Internat von Serhij Zhadan.

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