Artikelnummer: 978-3-638-88128-9
Einband: PDF
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Juli 2027
Seit mehr als einem Jahr bin ich Lehramtsreferendar an der XXXXXX-Schule (Hauptschule). Im Vertrauen auf meine Fähigkeiten im Erklären sagte ich den Schülern, dass Mathematik das leichteste Fach sei und wirklich jeder es erlernen kann. Ich musste feststellen, dass es Schüler gibt, bei denen ich machtlos erscheine, ihnen die Mathematik näher zu bringen. Nach Ursachen suchend begegnete mir der Begriff "Rechenschwäche". Rückblickend betrachtet ist es kaum zu glauben, dass ich das erste Staatsexamen ablegte, ohne eine Veranstaltung zu dieser Thematik besucht zu haben.
Man geht davon aus, dass sechs Prozent aller Grundschüler extrem rechenschwach sind und etwa 15 Prozent eine förderungsbedürftige Rechenstörung aufweisen. Diese Schätzungen sind wahrscheinlich ohne weiteres auf die Hauptschule übertragbar.
Was wird aber unter "Rechenschwäche" verstanden? Wie kann ich als Lehrer die "Rechenschwäche" erkennen? Worin liegen die Gründe? Wie kann betroffenen Kindern, die Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens haben, geholfen werden? Diese Fragen haben mich zur vorliegenden Arbeit veranlasst.
Zunächst möchte ich auf die Definition der "Rechenschwäche", ihre Erscheinungsformen und Ursachen eingehen. Nachdem ich dargestellt habe, woran und mit welchen Verfahren sie diagnostiziert werden kann, beschreibe ich, worauf bei der Förderung zu achten ist. Danach begründe ich den von mir entwickelten informellen Test und stelle dessen Durchführung dar. Hiernach folgen die jeweiligen Lernstandserhebungen an beiden Schüler. Dabei werden sie von mir zunächst vorgestellt. Es folgt eine Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse. Das Abschlussgespräch mit allen Beteiligten bildet die Grundlage für den zu erstellenden individuellen Förderplan.