Staat und Kriegsmaschine (eBook)

Das Staatsverständnis der Schizo-Analyse von Gilles Deleuze und Félix Guattari
Artikelnummer: 978-3-7489-3964-1
Einband: PDF
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CHF 65.00
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Gilles Deleuze und Félix Guattari kritisieren 1972 in ihrem ersten gemeinsamen Werk Anti-Ödipus die Psychoanalyse als patriarchalisch. Den Menschen betrachten sie als Schizo mit einer flüchtigen Psyche, die sich der gesellschaftlichen Anpassung verweigert. Der Kapitalismus schwächt zwar den Staat, der trotzdem übermächtig bleibt. Gegen den Urstaat wehren sich die Nomaden mit einer Kriegsmaschine, die der Staat in ein diszipliniertes Militär transformiert. Trotzdem besteht bis heute ein Gegensatz zwischen Staat und Militär. Auch gegenüber der Ökonomie behält der Staat einen Primat. Die Wissenschaften sind vom Staat abhängige Staatswissenschaften. Es geht stattdessen um nomadische Wissenschaften, die sich nicht als Experten verstehen, sondern als eine Art von vielen Fluchtlinien, wie um Kafkas Tier-Werden, um Frau-Werden, um Widerstand gegen den autoritären Staat. Ethik und Freiheit spielen dabei keine Rolle.Hans-Martin Schönherr-Mann ist Professor für politische Philosophie am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München

Gilles Deleuze und Félix Guattari kritisieren 1972 in ihrem ersten gemeinsamen Werk Anti-Ödipus die Psychoanalyse als patriarchalisch. Den Menschen betrachten sie als Schizo mit einer flüchtigen Psyche, die sich der gesellschaftlichen Anpassung verweigert. Der Kapitalismus schwächt zwar den Staat, der trotzdem übermächtig bleibt. Gegen den Urstaat wehren sich die Nomaden mit einer Kriegsmaschine, die der Staat in ein diszipliniertes Militär transformiert. Trotzdem besteht bis heute ein Gegensatz zwischen Staat und Militär. Auch gegenüber der Ökonomie behält der Staat einen Primat. Die Wissenschaften sind vom Staat abhängige Staatswissenschaften. Es geht stattdessen um nomadische Wissenschaften, die sich nicht als Experten verstehen, sondern als eine Art von vielen Fluchtlinien, wie um Kafkas Tier-Werden, um Frau-Werden, um Widerstand gegen den autoritären Staat. Ethik und Freiheit spielen dabei keine Rolle.Hans-Martin Schönherr-Mann ist Professor für politische Philosophie am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München

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VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2023
Seitenangabe291 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse2'658 KB
Auflage23001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheStaatsverständnisse
AutorSchönherr-Mann, Hans-Martin

Alle Bände der Reihe "Staatsverständnisse"

Über den Autor Hans-Martin Schönherr-Mann

Hans-Martin Schönherr-Mann ist Prof. für Politische Philosophie an der LMU München, Gastprofessuren an den Unis Innsbruck, Venice International University (VIU), Eichstädt, Regensburg, Torino, Passau. Aktuelle Arbeitsfelder sind Erkenntnistheorie bei Kant, Carnap, Kuhn, Gadamer, Feyerabend, Foucault; Sprachphilosophie im Anschluss an Wittgensteins 'Blaues Buch'; Poststrukturalismus, Existentialismus, Politische Philosphie wie die der Bildung. Seit 1982 ca. 50 wissenschaftliche und essayistische Buchpublikationen, eine literarische. Ca. 50 einstündige Radioessays, viele Print- und Radio-Rezensionen. Regelmäßiger Kommentator im Politischen Feuilleton des Deutschlandfunks Kultur. Regelmäßiger Mitarbeiter des Blogs Nietzsche POParts.

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