Spekulantenwahn (eBook)

Zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination
Artikelnummer: 978-3-95808-059-1
Einband: PDF
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CHF 17.00
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Wenn die Finanzspekulation im Herzen des "institutionellen Imaginären" der westlichen Gesellschaften (Cornelius Castoriadis) angesiedelt ist, so ist auch der Film als Teil dieses institutionellen Imaginären zu betrachten. Wie die großen Dramen Hollywoods werden die Weltfinanzmärkte als "Wissensartefakte" heute ausschließlich auf großen Leinwänden und Bildschirmen sichtbar. Ökonomie und Kino sind komplexe, heterogene und eng miteinander verflochtene Gebilde, beide handeln mit fiktiven Werten, so dass die Frage nicht lauten kann, wie ökonomisches Finanzwissen visualisiert wird, sondern wie ökonomische Fiktionen beide Institutionen durchdringen.

In den Beiträgen von Spekulantenwahn wird die Börse als eine Bühne betrachtet, auf der die Umbrüche der Finanzwelt auch als filmische Inszenierungen gelesen werden: Finanzkrisen, Paniken, Manien, Depressionen, das sind nur einige der Begriffe, die - direkt aus der Psychiatrie übernommen - die Entwicklungen der Märkte beschreiben sollen. Da werden neue Existenzen geschaffen, andere stürzen ins Bodenlose ab; es verschwimmen die Grenzen zwischen Wirtschaft und Kultur, zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination.

Wo erlebt man heute noch die griechische Tragödie? Im Kino und an der Börse. Warum hat das Kino die große emotionale Oper des 19. Jahrhunderts abgelöst? Weil der Film das besser geeignete Medium bietet, um das 'Drama der Börse' zu zeigen, wie historische und aktuelle Finanzkrisen verarbeitet und welche Antworten auf dieses "Wahnsystem" in Szene gesetzt werden. Im Kino und an der Börse finden die phantasmatische Dimension des Ökonomischen und die libidinösen Energien der narrativen Bildräume zueinander.

Wenn die Finanzspekulation im Herzen des "institutionellen Imaginären" der westlichen Gesellschaften (Cornelius Castoriadis) angesiedelt ist, so ist auch der Film als Teil dieses institutionellen Imaginären zu betrachten. Wie die großen Dramen Hollywoods werden die Weltfinanzmärkte als "Wissensartefakte" heute ausschließlich auf großen Leinwänden und Bildschirmen sichtbar. Ökonomie und Kino sind komplexe, heterogene und eng miteinander verflochtene Gebilde, beide handeln mit fiktiven Werten, so dass die Frage nicht lauten kann, wie ökonomisches Finanzwissen visualisiert wird, sondern wie ökonomische Fiktionen beide Institutionen durchdringen.

In den Beiträgen von Spekulantenwahn wird die Börse als eine Bühne betrachtet, auf der die Umbrüche der Finanzwelt auch als filmische Inszenierungen gelesen werden: Finanzkrisen, Paniken, Manien, Depressionen, das sind nur einige der Begriffe, die - direkt aus der Psychiatrie übernommen - die Entwicklungen der Märkte beschreiben sollen. Da werden neue Existenzen geschaffen, andere stürzen ins Bodenlose ab; es verschwimmen die Grenzen zwischen Wirtschaft und Kultur, zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination.

Wo erlebt man heute noch die griechische Tragödie? Im Kino und an der Börse. Warum hat das Kino die große emotionale Oper des 19. Jahrhunderts abgelöst? Weil der Film das besser geeignete Medium bietet, um das 'Drama der Börse' zu zeigen, wie historische und aktuelle Finanzkrisen verarbeitet und welche Antworten auf dieses "Wahnsystem" in Szene gesetzt werden. Im Kino und an der Börse finden die phantasmatische Dimension des Ökonomischen und die libidinösen Energien der narrativen Bildräume zueinander.

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VerlagNeofelis Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2015
Seitenangabe162 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
AbbildungenMit 36 Farb- und 7 S/W-Abbildungen
Masse10'831 KB
PlattformPDF
AutorBraun, Christina Von / Bulgakowa, Oksana / Dornhof, Dorothea / Hoof, Florian / Lange, Britta / Reichert, Ramón / Schößler, Franziska / Braun, Christina Von (Hrsg.) / Dornhof, Dorothea (Hrsg.)

Über den Autor Christina Von Braun

Christina von Braun, geboren 1944, ist Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin. Sie war Professorin an der Humboldt-Universität im Fach Kulturwissenschaft und leitete dort bis 2003 den Studiengang Gender Studies. Sie hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und Essays veröffentlicht und mehr als 50 Filme zu kulturellen und kulturhistorischen Themen gedreht. 2013 wurde sie mit dem Sigmund-Freud-Kulturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Aufbau »Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte«.Tilo Held, geboren 1938, war seit 1981 Ärztlicher Direktor der Rheinischen Landesklinik in Bonn und damit der erste und lange Zeit einzige Leiter einer psychiatrischen Klinik in Deutschland, der zugleich Psychoanalytiker war. 1990 erhielt er den Hermann-Simon-Preis für Sozialpsychiatrie, 1999 wurde er apl. Professor für Psychiatrie an der Universität Bonn. Im Jahre 2001 wechselte er nach Berlin, wo er die Fliedner Klinik Berlin am Gendarmenmarkt gründete und leitete.

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