Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften

Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften Vorträge · N 376
Artikelnummer: 978-3-531-08376-6
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: Folgt in ca. 10 Arbeitstagen
CHF 71.00
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1m Verlauf der Evolution, die zu einer standig wachsenden Komplexitat der Organismen fuhrte, entwickelten sich eine Reihe von Mechanismen, die es ermog­ lichten, rasch auf U mwelteinflusse zu reagieren und selbst zu agieren. Von diesen kommen dem zentralen und peripheren Nervensystem (ZNS bzw. PNS) die gro6te Bedeutung zu wegen der Moglichkeit, Informationen zwischen entfernten Nervenzellen (Neuronen) und Erfolgsorganen uber Axone mit hoher Geschwin­ digkeit zu ubertragen. Neben den Neuronen entwickelte sich die Neuroglia, ein Stutzgewebe fur die Neuronen, zu dem die Astroglia und die Oligodendroglia zah­ len. Ein entscheidender Sprung in der Evolution bestand in der Entwicklung eines elektrischen Isoliersystems der Nervenfasern in Form der Myelinscheide, die von den Oligodendrocyten gebildet wird. Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung ist proportional dem Durchmesser des Axons im F alle der nackten Axone. In mye­ linisierten Axonen hingegen verlauft diese in Abhangigkeit von der Auspragung der Myelinscheide mehr als 100mal schneller als in Abwesenheit des Myelins, d. h. der Querschnitt eines Axons kann fur die gleiche Leistung erheblich reduziert wer­ den. Neben der Erhohung der Erregungsleitungsgeschwindigkeit ermoglicht die Myelinisierung die U nterbringung einer vielfachen Zahl von Axonen. Das wieder­ urn macht die au6erst kompakte Struktur des Zentralnervensystems moglich. Waren die Axone der Bahnen des Ruckenmarks z. B. nicht myelinisiert, so mu6ten letztere zu Erfullung der gleichen Leistung einen Durchmesser einer mehrere hun­ dert Jahre alten Eiche besitzen oder der Sehnerv, Nervus opticus, statt 2 bis 4 mm einen Durchmesser von 10 bis 15 cm aufweisen.


1m Verlauf der Evolution, die zu einer standig wachsenden Komplexitat der Organismen fuhrte, entwickelten sich eine Reihe von Mechanismen, die es ermog­ lichten, rasch auf U mwelteinflusse zu reagieren und selbst zu agieren. Von diesen kommen dem zentralen und peripheren Nervensystem (ZNS bzw. PNS) die gro6te Bedeutung zu wegen der Moglichkeit, Informationen zwischen entfernten Nervenzellen (Neuronen) und Erfolgsorganen uber Axone mit hoher Geschwin­ digkeit zu ubertragen. Neben den Neuronen entwickelte sich die Neuroglia, ein Stutzgewebe fur die Neuronen, zu dem die Astroglia und die Oligodendroglia zah­ len. Ein entscheidender Sprung in der Evolution bestand in der Entwicklung eines elektrischen Isoliersystems der Nervenfasern in Form der Myelinscheide, die von den Oligodendrocyten gebildet wird. Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung ist proportional dem Durchmesser des Axons im F alle der nackten Axone. In mye­ linisierten Axonen hingegen verlauft diese in Abhangigkeit von der Auspragung der Myelinscheide mehr als 100mal schneller als in Abwesenheit des Myelins, d. h. der Querschnitt eines Axons kann fur die gleiche Leistung erheblich reduziert wer­ den. Neben der Erhohung der Erregungsleitungsgeschwindigkeit ermoglicht die Myelinisierung die U nterbringung einer vielfachen Zahl von Axonen. Das wieder­ urn macht die au6erst kompakte Struktur des Zentralnervensystems moglich. Waren die Axone der Bahnen des Ruckenmarks z. B. nicht myelinisiert, so mu6ten letztere zu Erfullung der gleichen Leistung einen Durchmesser einer mehrere hun­ dert Jahre alten Eiche besitzen oder der Sehnerv, Nervus opticus, statt 2 bis 4 mm einen Durchmesser von 10 bis 15 cm aufweisen.


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VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr1990
Seitenangabe52 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH24.4 cm x B17.0 cm x D0.4 cm 109 g
Auflage1990
AutorStoffel, Wilhelm

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