Religiöse Erfahrung und theologische Wissenschaft im Umbruch der Moderne

Studien zur katholischen Theologie in der Modernismuskrise. Innsbrucker theologische Studien
Artikelnummer: 978-3-7022-4347-0
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, April 2027
CHF 43.50
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Um das Jahr 1900 kam es zu einem wissenschaftlichen Aufbruch im Umgang mit Religion. Es entstanden neue Disziplinen wie die Religionsgeschichte, die Religionspsychologie und die Religionssoziologie. In diesem innovativen Diskurs spielte das Konzept der "religiösen Erfahrung" eine zentrale Rolle. Ob die katholische Theologie an diesem Diskurs beteiligt war, ist bislang kaum gefragt worden. Die vorliegende Studie plädiert dafür, die katholische Modernismuskrise konsequent als ein Segment des Diskurses um "religiöse Erfahrung" um 1900 zu verstehen. Die sogenannten Modernisten unterhielten nicht nur enge Verbindungen in den außerkatholischen Religionsdiskurs. Auch die lehramtliche Reaktion in der Antimodernismusenzylika "Pascendi" zielte, wie sich auf neuer Quellenbasis zeigen lässt, darauf, den Import der Kategorie "religiöser Erfahrung" in die katholische Theologie zu verhindern. Die Studie rekonstruiert die Modernismuskrise erstmals umfassend als einen Konflikt um eine erfahrungsbasierte katholische Theologie unter modernetheoretischem Vorzeichen.

Um das Jahr 1900 kam es zu einem wissenschaftlichen Aufbruch im Umgang mit Religion. Es entstanden neue Disziplinen wie die Religionsgeschichte, die Religionspsychologie und die Religionssoziologie. In diesem innovativen Diskurs spielte das Konzept der "religiösen Erfahrung" eine zentrale Rolle. Ob die katholische Theologie an diesem Diskurs beteiligt war, ist bislang kaum gefragt worden. Die vorliegende Studie plädiert dafür, die katholische Modernismuskrise konsequent als ein Segment des Diskurses um "religiöse Erfahrung" um 1900 zu verstehen. Die sogenannten Modernisten unterhielten nicht nur enge Verbindungen in den außerkatholischen Religionsdiskurs. Auch die lehramtliche Reaktion in der Antimodernismusenzylika "Pascendi" zielte, wie sich auf neuer Quellenbasis zeigen lässt, darauf, den Import der Kategorie "religiöser Erfahrung" in die katholische Theologie zu verhindern. Die Studie rekonstruiert die Modernismuskrise erstmals umfassend als einen Konflikt um eine erfahrungsbasierte katholische Theologie unter modernetheoretischem Vorzeichen.

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VerlagTyrolia
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2027
Seitenangabe400 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
ReiheInnsbrucker theologische Studien
AutorStoll, Christian

Alle Bände der Reihe "Innsbrucker theologische Studien"

Über den Autor Christian Stoll

Christian Stoll ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät I - Geistes- und Bildungswissenschaften der TU Berlin im Bereich Lehrkräftebildung. Er forscht zur beruflichen Lehrkräftebildung, sozialer Ungleichheit und Studienreformen.

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