Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik (eBook)

Artikelnummer: 978-3-7873-4678-3
Einband: PDF
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Im Jahr 1788 lobte die Königliche Akademie der Wissenschaften in Berlin eine Preisfrage aus. Sie wollte wissen, welches die wirklichen Fortschritte (»les progrès réels«) in der Metaphysik seit Leibniz' und Wolffs Zeiten in Deutschland gewesen seien. Kants Antwort hierauf nimmt eine besondere Stellung in seinem Werk ein und erfährt in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit in der Kantforschung. Die Fragestellung der Akademie stand im Kontext einer grundsätzlichen Ablehnung der Kantischen Philosophie, und sie legte eine bestimmte Antwort nahe, nämlich dass Kants Philosophie gegenüber den Systemen von Leibniz und Wolff keinen wirklichen Fortschritt darstelle. Diese Gemengelage war Kant klar und gegen sie galt es zu argumentieren, und zwar indem er die Frage zum Anlass nahm, die Ergebnisse seines eigenen transzendentalphilosophischen Ansatzes in Beziehung zu den Errungenschaften seiner philosophischen Vorgänger zu setzen und zu bewerten. Zu diesem Zeitpunkt waren alle drei Kritiken bereits erschienen, und Kant stand die endgültige Architektonik seiner kritischen Philosophie vor Augen. Dies verschafft dem Text eine besondere Bedeutung und gibt ihm in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal. Der Ausgabe liegt die 1804 postum erschienene erste und einzige Ausgabe der »Preisschrift« zugrunde. Relevante Varianten (Konjekturen, Korrekturen bzw. Erläuterungen) anderer Herausgeber sind im Apparat nachgewiesen. Beigefügt sind die zur Preisschrift gehörenden sog. »Losen Blätter«, weitere damit im Zusammenhang stehende Reflexionen und eine zeitgenössische Besprechung der Preisschrift in der »Allgemeinen Literatur Zeitung«.

Im Jahr 1788 lobte die Königliche Akademie der Wissenschaften in Berlin eine Preisfrage aus. Sie wollte wissen, welches die wirklichen Fortschritte (»les progrès réels«) in der Metaphysik seit Leibniz' und Wolffs Zeiten in Deutschland gewesen seien. Kants Antwort hierauf nimmt eine besondere Stellung in seinem Werk ein und erfährt in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit in der Kantforschung. Die Fragestellung der Akademie stand im Kontext einer grundsätzlichen Ablehnung der Kantischen Philosophie, und sie legte eine bestimmte Antwort nahe, nämlich dass Kants Philosophie gegenüber den Systemen von Leibniz und Wolff keinen wirklichen Fortschritt darstelle. Diese Gemengelage war Kant klar und gegen sie galt es zu argumentieren, und zwar indem er die Frage zum Anlass nahm, die Ergebnisse seines eigenen transzendentalphilosophischen Ansatzes in Beziehung zu den Errungenschaften seiner philosophischen Vorgänger zu setzen und zu bewerten. Zu diesem Zeitpunkt waren alle drei Kritiken bereits erschienen, und Kant stand die endgültige Architektonik seiner kritischen Philosophie vor Augen. Dies verschafft dem Text eine besondere Bedeutung und gibt ihm in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal. Der Ausgabe liegt die 1804 postum erschienene erste und einzige Ausgabe der »Preisschrift« zugrunde. Relevante Varianten (Konjekturen, Korrekturen bzw. Erläuterungen) anderer Herausgeber sind im Apparat nachgewiesen. Beigefügt sind die zur Preisschrift gehörenden sog. »Losen Blätter«, weitere damit im Zusammenhang stehende Reflexionen und eine zeitgenössische Besprechung der Preisschrift in der »Allgemeinen Literatur Zeitung«.

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VerlagFelix Meiner Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2024
Seitenangabe228 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse2'394 KB
Auflage24001 A. Unverändertes eBook der 1. Auflage von 2024
PlattformPDF
ReihePhilosophische Bibliothek
AutorKant, Immanuel / Theis, Robert (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Philosophische Bibliothek"

Über den Autor Immanuel Kant

Immanuel Kant (22.4.1724 in Königsberg, Preußen - 12.4.1804 Königsberg, Preußen) revolutionierte mit seiner »Kritik der reinen Vernunft« die abendländische Philosophie. Populär wurde seine Maxime der »Aufklärung«, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Seine Erkenntnistheorie betont die Subjektivität des Menschen in seinem Streben nach objektiver Wahrheit. In seiner »Kritik der praktischen Vernunft« proklamiert er ein uneingeschränktes Gesetz moralisch-ethischen Zusammenlebens. Diese Pflichtethik lässt sich in seinem als »Kategorischer Imperativ« bekannten Prinzip zusammenfassen. »Die Kritik der Urteilskraft« vereint die Disziplinen der Ästhetik und Naturphilosophie. Aus der Prämisse, dass die Natur aus einem schöpferischen genialen Akt entstanden ist, erhebt er die Natur zum Vorbild jeglicher Kunst.

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