Politik mit Paratexten

Wielands romanpoetologische Strategemata
Artikelnummer: 978-3-8253-6824-1
Einband: Fester Einband
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CHF 76.00
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Die Motivation der Arbeit geht auf die äußerst variable ,Fußnotenpolitik' Christoph Martin Wielands zurück, wie sie sich einer kritischen Lektüre seiner Biberacher Romane ,Don Sylvio von Rosalva' und ,Agathon' offenbart. Das komplexe Neben- und Ineinander von satirischen, ironischen und legitimatorischen Tendenzen dient ihm als Hintergrund für die durchgehende poetologisch-fiktionale Funktionalisierung der sorgfältig koordinierten Paratexte. Ihre von Auflage zu Auflage situationsbedingt abgestimmte Reaktion auf Änderungen der Romanästhetik und der Rezeption beweist ihre polyfunktionale Aufgabe, wie sie insbesondere durch die Analyse der Fußnoten und ihre enge Koordination mit den intratextuellen Anmerkungen deutlich wird. Wieland nutzt das manipulative Potential der Paratexte zwar auch, um seine Leser, wie üblich, zu erfreuen und zu belehren. Unübersehbar ist aber seine ,politische' Intention, die fiktionale Vollmacht des Poeten vom Zwang der geltenden poetologischen Normen zu befreien.

Die Motivation der Arbeit geht auf die äußerst variable ,Fußnotenpolitik' Christoph Martin Wielands zurück, wie sie sich einer kritischen Lektüre seiner Biberacher Romane ,Don Sylvio von Rosalva' und ,Agathon' offenbart. Das komplexe Neben- und Ineinander von satirischen, ironischen und legitimatorischen Tendenzen dient ihm als Hintergrund für die durchgehende poetologisch-fiktionale Funktionalisierung der sorgfältig koordinierten Paratexte. Ihre von Auflage zu Auflage situationsbedingt abgestimmte Reaktion auf Änderungen der Romanästhetik und der Rezeption beweist ihre polyfunktionale Aufgabe, wie sie insbesondere durch die Analyse der Fußnoten und ihre enge Koordination mit den intratextuellen Anmerkungen deutlich wird. Wieland nutzt das manipulative Potential der Paratexte zwar auch, um seine Leser, wie üblich, zu erfreuen und zu belehren. Unübersehbar ist aber seine ,politische' Intention, die fiktionale Vollmacht des Poeten vom Zwang der geltenden poetologischen Normen zu befreien.

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VerlagUniversitätsvlg. Winter
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2018
Seitenangabe447 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
AbbildungenGB; 6 Abbildungen
MasseH23.5 cm x B15.5 cm x D3.2 cm 788 g
Auflage1. A.
ReiheWieland im Kontext. Oßmannstedter Studien | Oßmannstedter Texte / Oßmannstedter Studien
AutorMittag, Frank Gerhard

Alle Bände der Reihe "Wieland im Kontext. Oßmannstedter Studien | Oßmannstedter Texte / Oßmannstedter Studien"

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