Reisen zu meinem Vater
Artikelnummer: 978-3-8437-4087-6
Einband: Adobe Digital Editions
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Januar 2027
Er ist sowohl Passierschein als auch Beleg für Zugehörigkeit: Der Reisepass ist ein Stück Papier, und doch bestimmt er, wie wir uns durch die Welt bewegen. Als Tochter einer Deutschen in Hamburg aufgewachsen, verfügt Elisabeth Wellershaus selbstverständlich über einen Pass - nicht aber ihr Vater, der aus Westafrika nach Spanien migrierte und heute das Land, in dem er lebt, nicht verlassen kann. Also reist Elisabeth Wellershaus regelmäßig zu ihm, ihr Verhältnis ist von der Ungleichheit des Reiseprivilegs geprägt, das streng darüber bestimmt, wie und wo sie sich sehen können.
Entlang einer erneuten Reise, die sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern zu ihrem Vater unternimmt, denkt die Autorin darüber nach, wie Flucht, Migration und Tourismus ineinandergreifen. Die Reise führt auch an einen der südlichsten Punkte Europas und einen der nördlichsten Afrikas - zu Übergangsorten, an denen Menschen ohne Papiere scheitern und an denen sich entscheidet, was Reisen heute bedeutet. Kann es wahre Freiheit geben ohne die Freiheit, sich zu bewegen? Und wie lässt sich eine Zukunft denken, die Grenzen überwindet?