Paramoderne (eBook)

Anselm Feuerbachs »Gastmahl des Plato« und die Tragödie der Kunstreligion
Artikelnummer: 978-3-412-52710-5
Einband: PDF
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CHF 38.00
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Wo es weder vor noch zurück geht, hilft nur ein Schritt zur Seite. Die Moderne scheint auch ästhetisch abgewirtschaftet zu haben, und doch steht jede Fortschritts- oder Überwindungshoffnung weiterhin in der Schuld der historischen Avantgarden. Post-, Neo-, selbst Arrièregarde von heute teilen dasselbe Schicksal eines andauernden Aufbruchs ohne Ende. Paramodernität hingegen bedeutet ein Innehalten, gestattet einen Seitenblick auf unsere sich ständig verbreiternde Gegenwart. In einer solchen Neben-, aber auch Gegenstellung wird erst ein Epochenpanorama sichtbar, das sich zugleich als Tragödie der Kunstreligion und seines bildungsbürgerlichen Publikums beschreiben lässt. Beide Phänomene des 19. Jahrhunderts gelten als überholt. Doch haben wir sie bisher je eingeholt? Anselm Feuerbachs 'Gastmahl des Plato' ist Sinnbild dieses Bewältigungsprozesses, und zwar schon vor seiner Zeit, unserer Zeit. Es ist Zeugnis einer unzeitgemäßen Zeitgenossenschaft, die mit abgebrochenen Neuanfängen fertig zu werden lehrt. Das 'Gastmahl des Plato' ist Paradigma einer ewigen Modernität des Klassischen - gerade in seinem Scheitern.

Florian Arnold studierte Philosophie und Germanistik in Heidelberg und Paris. Nach einer Promotion in Philosophie an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und einer zweiten Promotion in Design an der HfG Offenbach lehrt er derzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als akademischer Mitarbeiter. Er ist als Redakteur (v.i.S.d.P.) der 'Philosophischen Rundschau' tätig und Host des Podcasts ARNOLD&ARNOLD.

Wo es weder vor noch zurück geht, hilft nur ein Schritt zur Seite. Die Moderne scheint auch ästhetisch abgewirtschaftet zu haben, und doch steht jede Fortschritts- oder Überwindungshoffnung weiterhin in der Schuld der historischen Avantgarden. Post-, Neo-, selbst Arrièregarde von heute teilen dasselbe Schicksal eines andauernden Aufbruchs ohne Ende. Paramodernität hingegen bedeutet ein Innehalten, gestattet einen Seitenblick auf unsere sich ständig verbreiternde Gegenwart. In einer solchen Neben-, aber auch Gegenstellung wird erst ein Epochenpanorama sichtbar, das sich zugleich als Tragödie der Kunstreligion und seines bildungsbürgerlichen Publikums beschreiben lässt. Beide Phänomene des 19. Jahrhunderts gelten als überholt. Doch haben wir sie bisher je eingeholt? Anselm Feuerbachs 'Gastmahl des Plato' ist Sinnbild dieses Bewältigungsprozesses, und zwar schon vor seiner Zeit, unserer Zeit. Es ist Zeugnis einer unzeitgemäßen Zeitgenossenschaft, die mit abgebrochenen Neuanfängen fertig zu werden lehrt. Das 'Gastmahl des Plato' ist Paradigma einer ewigen Modernität des Klassischen - gerade in seinem Scheitern.

Florian Arnold studierte Philosophie und Germanistik in Heidelberg und Paris. Nach einer Promotion in Philosophie an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und einer zweiten Promotion in Design an der HfG Offenbach lehrt er derzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als akademischer Mitarbeiter. Er ist als Redakteur (v.i.S.d.P.) der 'Philosophischen Rundschau' tätig und Host des Podcasts ARNOLD&ARNOLD.

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VerlagBöhlau Köln
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2023
Seitenangabe234 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungen22 meist farbige Abbildungen
Masse9'768 KB
Auflage23001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
AutorArnold, Florian

Über den Autor Florian Arnold

Florian Arnold, 1985 geboren, Studium der Philosophie und Germanistik in Heidelberg, ist Akademischer Mitarbeiter für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

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