Notate zur Mathematik (eBook)

Artikelnummer: 978-3-7518-2178-0
Einband: PDF
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Januar 2027
CHF 23.00

Frankreich 1940: Der später weltberühmte Mathematiker André Weil sitzt im Gefängnis, die Todesstrafe droht. In diesen drei Monaten beginnt ein intensiver Briefwechsel mit seiner Schwester Simone Weil, einer der radikalsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Was zunächst als familiärer Austausch erscheint, wird zur Tiefenbohrung in die Grundlagen und Verstrickungen des modernen Denkens. André Weil arbeitet im Gefängnis unentwegt an zentralen Problemen der zeitgenössischen Mathematik. Simone Weil liest diese Arbeit als Symptom einer Zeit, die sich von der Wirklichkeit gelöst hat - durch Abstraktion, Technisierung und Kontrollstreben. Die Briefe zeigen zwei Geschwister in enger Verbundenheit und tiefem Missverständnis, im intellektuellen Ringen und existenziellen Scheitern. Sie sind zugleich ein außergewöhnliches Zeitdokument, ein Schlüssel zum Denken beider Weils und ein seltenes Zeugnis aus dem Inneren der modernen Mathematik. Und sie stellen eine Frage, die bis heute offen ist: Haben sich Simones Warnungen erfüllt, oder hat André recht behalten mit seinem Vertrauen in die universale Verbindungs- und Übersetzungskraft eines präzisen Denkens?

Frankreich 1940: Der später weltberühmte Mathematiker André Weil sitzt im Gefängnis, die Todesstrafe droht. In diesen drei Monaten beginnt ein intensiver Briefwechsel mit seiner Schwester Simone Weil, einer der radikalsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Was zunächst als familiärer Austausch erscheint, wird zur Tiefenbohrung in die Grundlagen und Verstrickungen des modernen Denkens. André Weil arbeitet im Gefängnis unentwegt an zentralen Problemen der zeitgenössischen Mathematik. Simone Weil liest diese Arbeit als Symptom einer Zeit, die sich von der Wirklichkeit gelöst hat - durch Abstraktion, Technisierung und Kontrollstreben. Die Briefe zeigen zwei Geschwister in enger Verbundenheit und tiefem Missverständnis, im intellektuellen Ringen und existenziellen Scheitern. Sie sind zugleich ein außergewöhnliches Zeitdokument, ein Schlüssel zum Denken beider Weils und ein seltenes Zeugnis aus dem Inneren der modernen Mathematik. Und sie stellen eine Frage, die bis heute offen ist: Haben sich Simones Warnungen erfüllt, oder hat André recht behalten mit seinem Vertrauen in die universale Verbindungs- und Übersetzungskraft eines präzisen Denkens?

Schreiben Sie Ihre eigene Bewertung
  • Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten
*
*
Schlecht
Sehr gut
*
*
*
*
VerlagMatthes & Seitz Berlin Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2027
Seitenangabe250 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Auflage27001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
AutorWeil, Simone / Weil, André / Bengert, Mae (Hrsg.) / Sojer, Thomas (Hrsg.) / Walther, Max (Hrsg.) / Walther, Max (Übers.)

Über den Autor Simone Weil

Simone Weil, 1909 in Paris als Tochter einer jüdisch-bürgerlichen Familie geboren, schloss 1925 das Gymnasium mit dem baccalauréat de philosophie ab, besuchte dann das Lycée Henri IV und absolvierte ein Philosophiestudium an der École normale superieure, das sie 1931 mit einer Arbeit über Descartes bei Léon Brunschvicq abschloss. Das politische Engagement als Gewerkschafterin, Marx-Kritikerin und Teilnehmerin am Spanischen Bürgerkrieg machte später der Orientierung an christlicher Mystik und platonischem und buddhistischem Denken Platz. Sie starb im Exil 1943 im englischen Ashford. Wolfgang Matz lehrte ab 1987 Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Poitiers, arbeitete von 1995 bis 2020 als Verlagslektor und seither als Autor und Übersetzer in München; Paul Celan-Preis (1992), Petrarca-Preis für Übersetzung (1994) und Alfred Kerr-Preis für Literaturkritik (2024). Buchveröffentlichungen zuletzt: Frankreich gegen Frankreich. Die Schriftsteller zwischen Literatur und Ideologie (2017), Vom Glück des poetischen Lebens. Erinnerung an André du Bouchet, Yves Bonnefoy und Philippe Jaccottet (2022) und Rudolf Borchardt. Der verlorene Posten (2023). Er ist mit Elisabeth Edl Herausgeber von Simone Weil: Cahiers/Aufzeichnungen (vier Bände, 1991-98). Wolfgang Matz lehrte ab 1987 Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Poitiers, arbeitete von 1995 bis 2020 als Verlagslektor und seither als Autor und Übersetzer in München; Paul Celan-Preis (1992), Petrarca-Preis für Übersetzung (1994) und Alfred Kerr-Preis für Literaturkritik (2024). Buchveröffentlichungen zuletzt: Frankreich gegen Frankreich. Die Schriftsteller zwischen Literatur und Ideologie (2017), Vom Glück des poetischen Lebens. Erinnerung an André du Bouchet, Yves Bonnefoy und Philippe Jaccottet (2022) und Rudolf Borchardt. Der verlorene Posten (2023). Er ist mit Elisabeth Edl Herausgeber von Simone Weil: Cahiers/Aufzeichnungen (vier Bände, 1991-98).

Weitere Titel von Simone Weil

Produktbewertungen
Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten