Mediendiktatur Nationalsozialismus

Artikelnummer: 978-3-8253-4628-7
Einband: Fester Einband
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CHF 63.00
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Die ästhetischen Manifestationen des Nationalsozialismus sind - zitiert oder in zitathafter Reformulierung - in unserer Gegenwart geradezu omnipräsent. Es gibt inzwischen eine nachgetragene Perfektionierung am Corporate Design des Nationalsozialismus. Die Totalität, an deren Durchsetzung der Nationalsozialismus scheiterte, erscheint derart als gelungenes Nachbild der Unterhaltungs- und Belehrungsmedien. Die hier vorgelegten Untersuchungen verstehen den Nationalsozialismus als genuine Mediendiktatur. Sie zeigen am Beispiel von Literatur, Journalismus und Film, an Sujets wie dem angeblich urdeutschen Wald, der angeblich deutschen Autobahn, an der automobilen ,Bewegung', an Wandern und Reisen sowie am Faszinationsprojekt Flug und Fliegen, dass der zur Macht gekommene Nationalsozialismus ein Projekt alternativer Modernisierung war. Der NS ersetzte Liberalität durch Fanatismus, Willkür und Elimination, wollte aber auf den Komfort der Modernität keinesfalls verzichten. Im Zentrum seiner Mediendiktatur steht mehr als "schöner Schein": ein Amalgam aus Monopolisierung und Polyzentrismus, Kontrolle und Chaos. Die nationalsozialistische Mediendiktatur charakterisiert sich durch die Gleichzeitigkeit von Brutalität und Gemütlichkeit, heroischem Harmonismus und ,organischer' Destruktivität.

Die ästhetischen Manifestationen des Nationalsozialismus sind - zitiert oder in zitathafter Reformulierung - in unserer Gegenwart geradezu omnipräsent. Es gibt inzwischen eine nachgetragene Perfektionierung am Corporate Design des Nationalsozialismus. Die Totalität, an deren Durchsetzung der Nationalsozialismus scheiterte, erscheint derart als gelungenes Nachbild der Unterhaltungs- und Belehrungsmedien. Die hier vorgelegten Untersuchungen verstehen den Nationalsozialismus als genuine Mediendiktatur. Sie zeigen am Beispiel von Literatur, Journalismus und Film, an Sujets wie dem angeblich urdeutschen Wald, der angeblich deutschen Autobahn, an der automobilen ,Bewegung', an Wandern und Reisen sowie am Faszinationsprojekt Flug und Fliegen, dass der zur Macht gekommene Nationalsozialismus ein Projekt alternativer Modernisierung war. Der NS ersetzte Liberalität durch Fanatismus, Willkür und Elimination, wollte aber auf den Komfort der Modernität keinesfalls verzichten. Im Zentrum seiner Mediendiktatur steht mehr als "schöner Schein": ein Amalgam aus Monopolisierung und Polyzentrismus, Kontrolle und Chaos. Die nationalsozialistische Mediendiktatur charakterisiert sich durch die Gleichzeitigkeit von Brutalität und Gemütlichkeit, heroischem Harmonismus und ,organischer' Destruktivität.

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VerlagUniversitätsvlg. Winter
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2019
Seitenangabe422 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
AbbildungenGB; 64 Abbildungen
MasseH24.5 cm x B16.5 cm x D3.2 cm 833 g
Auflage1. A.
ReiheReihe Siegen / Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft
AutorSchütz, Erhard

Alle Bände der Reihe "Reihe Siegen / Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft"

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