Logiken des Erzählens (eBook)

Kohärenz und Kognition in früher mittelhochdeutscher Epik
Artikelnummer: 978-3-11-059212-2
Einband: Adobe Digital Editions
Verfügbarkeit: Download, sofort verfügbar (Link per E-Mail)
CHF 193.45
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Erzählungen bedürfen einer in irgendeiner Weise plausiblen Verknüpfung ihrer einzelnen Bestandteile, um als zusammenhängende, kohärente Einheit wahrgenommen werden zu können. Heutige Vorstellungen von narrativer Logik und Kohärenz werden in volkssprachigen Erzähltexten des Mittelalters jedoch immer wieder irritiert. Die Texte weisen Unebenheiten im Erzählverlauf, Unstimmigkeiten in der Handlungsmotivierung, unwahrscheinliche Raum-Zeit-Arrangements, eine oftmals verwirrende Überlagerung verschiedener narrativer Ebenen und andere Inkohärenzen auf, die modernen Lesern ihre Lektüre erschweren können. Handelt es sich bei diesen Phänomenen um Fehler? Das Buch entwirft eine Systematik zur Beschreibung narrativer Inkohärenzen in der mittelhochdeutschen Epik des 12.?Jahrhunderts. Es zeigt, wie fundamental die Konstitution der vor- und frühhöfischen Erzähltexte von den medial-pragmatischen und kognitiven Rahmenbedingungen ihrer Rezeption geprägt ist. Ihre Kohärenzstrukturen und -prinzipien spiegeln eine visuell-auditive Erzählpraxis, die kennzeichnend ist für die Zeit eines Übergangs zwischen konzeptionell mündlicher und konzeptionell schriftlicher Kommunikation von Literatur.


Erzählungen bedürfen einer in irgendeiner Weise plausiblen Verknüpfung ihrer einzelnen Bestandteile, um als zusammenhängende, kohärente Einheit wahrgenommen werden zu können. Heutige Vorstellungen von narrativer Logik und Kohärenz werden in volkssprachigen Erzähltexten des Mittelalters jedoch immer wieder irritiert. Die Texte weisen Unebenheiten im Erzählverlauf, Unstimmigkeiten in der Handlungsmotivierung, unwahrscheinliche Raum-Zeit-Arrangements, eine oftmals verwirrende Überlagerung verschiedener narrativer Ebenen und andere Inkohärenzen auf, die modernen Lesern ihre Lektüre erschweren können. Handelt es sich bei diesen Phänomenen um Fehler? Das Buch entwirft eine Systematik zur Beschreibung narrativer Inkohärenzen in der mittelhochdeutschen Epik des 12.?Jahrhunderts. Es zeigt, wie fundamental die Konstitution der vor- und frühhöfischen Erzähltexte von den medial-pragmatischen und kognitiven Rahmenbedingungen ihrer Rezeption geprägt ist. Ihre Kohärenzstrukturen und -prinzipien spiegeln eine visuell-auditive Erzählpraxis, die kennzeichnend ist für die Zeit eines Übergangs zwischen konzeptionell mündlicher und konzeptionell schriftlicher Kommunikation von Literatur.


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VerlagDe Gruyter
EinbandAdobe Digital Editions
Erscheinungsjahr2020
Seitenangabe404 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungen6 b/w tbl.
Auflage20001 A. 1. Auflage
PlattformEPUB
ReiheHermaea. Neue Folge
AutorSchneider, Christian

Alle Bände der Reihe "Hermaea. Neue Folge"

Über den Autor Christian Schneider

Christian Schneider, Jahrgang 1967, ist in der nordhessischen Kleinstadt Bad Karlshafen aufgewachsen. Er studierte Maschinenbau in Kassel sowie berufsbegleitend "Wasser und Umwelt" in Weimar. Er arbeitete als Technischer Redakteur im Bereich Schienenfahrzeuge sowie als Fachredakteur für zwei wasserwirtschaftliche Fachzeitschriften. Seit 2012 lebt er in Den Haag/Niederlande und ist dort als freier Autor tätig. Er war Vorsitzender des Literaturhauses Den Haag und leitet heute die Stiftung "KulturNetz aan Zee". Der Autor ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA).

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