Literatur und Religion, 1

Wege zu einer mythisch-rituellen Poetik bei den Griechen
Artikelnummer: 978-3-11-019484-5
Einband: Fester Einband
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Die in der Erforschung und Interpretation antiker Texte lange aufrechterhaltene Trennung von Religion und Literatur in zwei nicht interdependente Sphären ist anachronistisch. Im Falle des griechischen Dramas, untrennbar gebunden an den athenischen Dionysoskult, hat sich die Erkenntnis einer strukturellen Prägung durch den Mythos und das Ritual zwar durchgesetzt, doch bleibt es ein Desiderat, das Interpretationsmodell auf andere Gattungen der griechischen Literatur (Epos, Lyrik, vorsokratisches Lehrgedicht, Geschichtsschreibung, platonischer Dialog, hellenistische Dichtung und Roman) sowie auf vorausgegangene und nachfolgende Schriftkulturen zu übertragen. Auf eine ihrem Schrifttum zugrundeliegende mythisch-rituelle Poetik befragt werden daher die frühen Zivilisationen des Vorderen Orients und Ägyptens ebenso wie die griechisch-römische Mittelmeerkultur unter Roms Vorherrschaft. Die Fragestellung wird zudem ausgeweitet auf Byzanz und die europäischen Tragiker der Moderne. Das zweibändige Werk umfasst die wesentlich erweiterten Beiträge zur Tagung Literatur und Religion: die Griechen, vorher, nachher und heute. Mythisch-rituelle Strukturen im Text (Castelen-Augst bei Basel, 16.-20.03.2005) und zwei zusätzliche Aufsätze. Zugleich bilden die beiden Volumina den Auftakt der neuen Basler altertumswissenschaftlichen Reihe MythosEikonPoiesis.
Die in der Erforschung und Interpretation antiker Texte lange aufrechterhaltene Trennung von Religion und Literatur in zwei nicht interdependente Sphären ist anachronistisch. Im Falle des griechischen Dramas, untrennbar gebunden an den athenischen Dionysoskult, hat sich die Erkenntnis einer strukturellen Prägung durch den Mythos und das Ritual zwar durchgesetzt, doch bleibt es ein Desiderat, das Interpretationsmodell auf andere Gattungen der griechischen Literatur (Epos, Lyrik, vorsokratisches Lehrgedicht, Geschichtsschreibung, platonischer Dialog, hellenistische Dichtung und Roman) sowie auf vorausgegangene und nachfolgende Schriftkulturen zu übertragen. Auf eine ihrem Schrifttum zugrundeliegende mythisch-rituelle Poetik befragt werden daher die frühen Zivilisationen des Vorderen Orients und Ägyptens ebenso wie die griechisch-römische Mittelmeerkultur unter Roms Vorherrschaft. Die Fragestellung wird zudem ausgeweitet auf Byzanz und die europäischen Tragiker der Moderne. Das zweibändige Werk umfasst die wesentlich erweiterten Beiträge zur Tagung Literatur und Religion: die Griechen, vorher, nachher und heute. Mythisch-rituelle Strukturen im Text (Castelen-Augst bei Basel, 16.-20.03.2005) und zwei zusätzliche Aufsätze. Zugleich bilden die beiden Volumina den Auftakt der neuen Basler altertumswissenschaftlichen Reihe MythosEikonPoiesis.
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VerlagDe Gruyter
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2007
Seitenangabe440 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH23.6 cm x B16.0 cm x D2.9 cm 805 g
Auflage07001 A. Reprint 2012
ReiheISSN
AutorBierl, Anton (Hrsg.) / Wesselmann, Katharina (Hrsg.) / Lämmle, Rebecca (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "ISSN"

Über den Autor Anton (Hrsg.) Bierl

Anton Bierl (Prof. Dr.) ist Ordinarius für Griechische Philologie an der Universität Basel.Gerald Siegmund (Prof. Dr.) hat Theaterwissenschaft, Anglistik und Romanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main studiert und ist Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zwischen 2005 und 2008 war er Assistenzprofessor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern, Schweiz. Von 2015 bis 2018 war Gerald Siegmund Leiter des DFG-Projekts »Theater als Dispositv«. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Theater seit den 1960er Jahren, Theatertheorie, Ästhetik, Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz und im postdramatischen Theater im Übergang zur Performance und zur bildenden Kunst. Von 2012 bis 2016 war Gerald Siegmund Präsident der deutschsprachigen Gesellschaft für Theaterwissenschaft (GTW). Zuletzt erschienen seine Monographie »Jérôme Bel. Dance, Theatre, and the Subject« (Palgrave Macmillan 2017) sowie zusammen mit Rebekah Kowal und Randy Martin »The Oxford Handbook of Dance and Politics« (Oxford University Press 2017).Christoph Meneghetti ist Doktorand des Pro*Doc-Graduiertenprogramms »Intermediale Ästhetik. Spiel - Ritual - Performanz« der Universitäten Basel und Bern.Clemens Schuster ist Doktorand des Pro*Doc-Graduiertenprogramms »Intermediale Ästhetik. Spiel - Ritual - Performanz« der Universitäten Basel und Bern.

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