Krisengeschichte(n) (eBook)

"Krise" als Leitbegriff und Erzählmuster in kulturwissenschaftlicher Perspektive
Artikelnummer: 978-3-515-10535-4
Einband: PDF
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CHF 75.00
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Krisen - sie bezeichnen das, was eigentlich undenkbar ist: Die Ereignisse überschlagen sich, werden als unkalkulierbar wahrgenommen, ihr Ausgang ist ungewiss. Andererseits wird Krisen mit festen sprachlichen Mustern begegnet. In der Kommunikation wird ihnen ein logischer Ablauf, ein Telos unterstellt. Damit sind sie nicht nur Mittel zur Zukunftsbewältigung, sondern sie ordnen auch den Blick in die Vergangenheit: In den historischen Wissenschaften dient das Schlagwort der Krise sowohl interdisziplinär als auch transepochal als Leitbegriff, um Kontinuitäten wie auch Wandel zu erklären. Die Vielzahl der konstatierten Krisen lässt freilich zweifeln, wie sich ein breit gefasster Krisenbegriff hermeneutisch schlüssig definieren lässt. Wann ist eine Ereigniskette als "Krisenzeit" zu qualifizieren? Wie beständig sind solche Qualifizierungen? Zugleich stellt sich die Frage nach der narrativen Konstruktion solcher "Krisengeschichten": Nötigt der Fokus auf Krisen zu einer bestimmten Strukturierung des Stoffs, zu einem bestimmten Darstellungsziel? Formt er damit implizit unsere Forschungsaussagen?

Krisen - sie bezeichnen das, was eigentlich undenkbar ist: Die Ereignisse überschlagen sich, werden als unkalkulierbar wahrgenommen, ihr Ausgang ist ungewiss. Andererseits wird Krisen mit festen sprachlichen Mustern begegnet. In der Kommunikation wird ihnen ein logischer Ablauf, ein Telos unterstellt. Damit sind sie nicht nur Mittel zur Zukunftsbewältigung, sondern sie ordnen auch den Blick in die Vergangenheit: In den historischen Wissenschaften dient das Schlagwort der Krise sowohl interdisziplinär als auch transepochal als Leitbegriff, um Kontinuitäten wie auch Wandel zu erklären. Die Vielzahl der konstatierten Krisen lässt freilich zweifeln, wie sich ein breit gefasster Krisenbegriff hermeneutisch schlüssig definieren lässt. Wann ist eine Ereigniskette als "Krisenzeit" zu qualifizieren? Wie beständig sind solche Qualifizierungen? Zugleich stellt sich die Frage nach der narrativen Konstruktion solcher "Krisengeschichten": Nötigt der Fokus auf Krisen zu einer bestimmten Strukturierung des Stoffs, zu einem bestimmten Darstellungsziel? Formt er damit implizit unsere Forschungsaussagen?

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VerlagFranz Steiner Verlag GmbH
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2013
Seitenangabe432 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse3'955 KB
Auflage13001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheVierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte - Beihefte
AutorMeyer, Carla (Hrsg.) / Patzel-Mattern, Katja (Hrsg.) / Schenk, Gerrit Jasper (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte - Beihefte"

Über den Autor Carla (Hrsg.) Meyer

Carla Meyer, Sandra Schultz und Bernd Schneidmüller, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

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