Konstruktion der Welten (eBook)

Poststrukturalismus Radikaler Konstruktivismus Postmoderne - Wittgenstein, Von Glasersfeld, Maturana, Varela, Lyotard, Vattimo, Foucault, Derrida und Paul Lorenzen
Artikelnummer: 978-3-8192-6887-8
Einband: Adobe Digital Editions
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Im 20. Jahrhundert bemüht sich die neopositivistische Wissenschaftstheorie darum, die Übereinstimmung von Sprache und Welt so zu begründen, dass eine vom Menschen unabhängige, aber adäquat erfassbare Welt vorliegt. Nach seinem Jugendwerk verabschiedet sich Wittgenstein von diesem Programm und entwickelt ein Sprachverständnis, das solche positivistischen Bemühungen absurd werden lässt. Der Erlanger logische Konstruktivismus versucht vor diesem Hintergrund eine Wissenschaftssprache zu entwickeln, die die Welt adäquat erfasst. Als man um 1980 das Scheitern dieses Projektes einsieht, erschüttert die postmoderne Philosophie jedes wissenschaftliche Wahrheitsstreben, die äußere Welt adäquat zu erfassen. Zuvor hatten dieses auch bereits der radikale Konstruktivismus primär aus diversen Einzelwissenschaften heraus und der Poststrukturalismus primär sprachphilosophisch untergraben. Trotzdem gibt es heute kaum mehr eine selbstkritische wissenschaftliche Reflexion. Vielmehr demonstriert man Selbstgewissheit, adäquate wissenschaftliche Wahrheiten zu liefern und beschuldigt die Postmoderne wie den radikalen Konstruktivismus, fake News den Weg geebnet zu haben.

Im 20. Jahrhundert bemüht sich die neopositivistische Wissenschaftstheorie darum, die Übereinstimmung von Sprache und Welt so zu begründen, dass eine vom Menschen unabhängige, aber adäquat erfassbare Welt vorliegt. Nach seinem Jugendwerk verabschiedet sich Wittgenstein von diesem Programm und entwickelt ein Sprachverständnis, das solche positivistischen Bemühungen absurd werden lässt. Der Erlanger logische Konstruktivismus versucht vor diesem Hintergrund eine Wissenschaftssprache zu entwickeln, die die Welt adäquat erfasst. Als man um 1980 das Scheitern dieses Projektes einsieht, erschüttert die postmoderne Philosophie jedes wissenschaftliche Wahrheitsstreben, die äußere Welt adäquat zu erfassen. Zuvor hatten dieses auch bereits der radikale Konstruktivismus primär aus diversen Einzelwissenschaften heraus und der Poststrukturalismus primär sprachphilosophisch untergraben. Trotzdem gibt es heute kaum mehr eine selbstkritische wissenschaftliche Reflexion. Vielmehr demonstriert man Selbstgewissheit, adäquate wissenschaftliche Wahrheiten zu liefern und beschuldigt die Postmoderne wie den radikalen Konstruktivismus, fake News den Weg geebnet zu haben.

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VerlagBoD - Books on Demand
EinbandAdobe Digital Editions
Erscheinungsjahr2025
Seitenangabe152 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse212 KB
Auflage25001 A. 1. Auflage
PlattformEPUB
AutorSchönherr-Mann, Hans-Martin

Über den Autor Hans-Martin Schönherr-Mann

Hans-Martin Schönherr-Mann ist Prof. für Politische Philosophie an der LMU München, Gastprofessuren an den Unis Innsbruck, Venice International University (VIU), Eichstädt, Regensburg, Torino, Passau. Aktuelle Arbeitsfelder sind Erkenntnistheorie bei Kant, Carnap, Kuhn, Gadamer, Feyerabend, Foucault; Sprachphilosophie im Anschluss an Wittgensteins 'Blaues Buch'; Poststrukturalismus, Existentialismus, Politische Philosphie wie die der Bildung. Seit 1982 ca. 50 wissenschaftliche und essayistische Buchpublikationen, eine literarische. Ca. 50 einstündige Radioessays, viele Print- und Radio-Rezensionen. Regelmäßiger Kommentator im Politischen Feuilleton des Deutschlandfunks Kultur. Regelmäßiger Mitarbeiter des Blogs Nietzsche POParts.

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