Kompensation und Kontingenz in deutschsprachiger Literatur (eBook)

Artikelnummer: 978-3-8253-7665-9
Einband: PDF
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Die Persistenz von Denkschemata und narrativen Praktiken der "permanenten Theodizee" (Bohrer) und der "Kompensation" (Marquard) ist in der deutschsprachigen Literatur seit Leibniz und den literarischen Theodizeen bis hin zu den Holocaust-Romanen der Gegenwart ein zentrales Phänomen, das in der Forschung noch keine Gesamtdarstellung gefunden hat. Der starken ,Doktrin des Guten', die in all diesen literarischen Kompensationsmustern uneingeschränkt waltet, steht aber eine vergleichsweise seltenere Kontingenz-Ästhetik gegenüber, die das Aleatorische und Bedrohliche, das Böse und die Apokalypse, ja auch die Notwendigkeit einer Lebensakrobatik zumeist ohne Entlastungen und Beschwichtigungen privilegiert. Bedeutet "Kompensation" in der Alltagswelt etwa Zwischenlösung, ist sie in der Literatur doch nur eine sublime Form von Verrat an der schönen Unbestimmtheit. Diesem Gesamtkomplex sind die in dem Buch enthaltenen Studien gewidmet.


Die Persistenz von Denkschemata und narrativen Praktiken der "permanenten Theodizee" (Bohrer) und der "Kompensation" (Marquard) ist in der deutschsprachigen Literatur seit Leibniz und den literarischen Theodizeen bis hin zu den Holocaust-Romanen der Gegenwart ein zentrales Phänomen, das in der Forschung noch keine Gesamtdarstellung gefunden hat. Der starken ,Doktrin des Guten', die in all diesen literarischen Kompensationsmustern uneingeschränkt waltet, steht aber eine vergleichsweise seltenere Kontingenz-Ästhetik gegenüber, die das Aleatorische und Bedrohliche, das Böse und die Apokalypse, ja auch die Notwendigkeit einer Lebensakrobatik zumeist ohne Entlastungen und Beschwichtigungen privilegiert. Bedeutet "Kompensation" in der Alltagswelt etwa Zwischenlösung, ist sie in der Literatur doch nur eine sublime Form von Verrat an der schönen Unbestimmtheit. Diesem Gesamtkomplex sind die in dem Buch enthaltenen Studien gewidmet.


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VerlagUniversitätsverlag Winter
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2016
Seitenangabe243 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
PlattformPDF
ReiheBeiträge zur Literaturtheorie und Wissenspoetik
AutorSpedicato, Eugenio

Alle Bände der Reihe "Beiträge zur Literaturtheorie und Wissenspoetik"

Über den Autor Eugenio Spedicato

Eugenio Spedicato ist als italienischer Germanist an der Università degli Studi di Pavia tätig. Er ist Autor verschiedener Bücher (u.a. Kompensation und Kontingenz, 2016; radikal fremd, 2018) und Mitherausgeber diverser Sammelbände (u.a. Aufgeschlossene Beziehungen. Italien und Deutschland im transkulturellen Dialog, 2019 und Gesellschaftliche Verantwortung. Politik und Poetik, 2022). Seine Schwerpunkte derzeit sind Literatur und Kontingenz, Literatur und radikale Fremdheit, Literatur und Unrecht.

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