Jedoch der Mut ist mein Genosse (eBook)

Texte über Kampf und Revolution
Artikelnummer: 978-3-8192-4015-7
Einband: Adobe Digital Editions
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In dem hier fortgeführten "Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien" liegt bereits ein Band "Das Große Morden" vor - mit kraftvollen Voten gegen Militarismus und Krieg aus der Feder von Erich Mühsam (1878-1934, ermordet im KZ): "Die Bekämpfung des Staates in seinen wesentlichen Erscheinungsformen, Kapitalismus, Imperialismus, Militarismus, Klassenherrschaft, Zweckjustiz und Unterdrückung in jeder Gestalt, war und ist der Impuls meines öffentlichen Wirkens" (Selbstzeugnis 1919).
Die anfängliche Nähe des anarchistischen Schriftstellers zu Tolstois Haltung in der "Gewaltfrage" wandelte sich im Zuge von Weltkriegsverlauf, Münchener Revolution und Tuchfühlung mit dem "Spartakusprogramm". Schließlich wünschte Mühsam, dass die Beherrschten ihre Waffen gegen jene richten, die ihnen das Kriegshandwerk aufgedrungen haben. Neue Lieder für den bewaffneten Widerstand entstanden: "Ein jedes Kampf System ist gut, / das nicht versagt vor den Gewehren!"
Damit ein vollständigeres Bild vermittelt werden kann, erschließt die vorliegende Sammlung ergänzend vor allem auch solche Texte über Kampf und Revolution, in denen sich die Entfernung vom Pazifismus niedergeschlagen hat: Politische Lyrik (Auswahl 1904-1928); Kampf-, Marsch- und Spottlieder (Druck 1925); "Von Eisner bis Leviné" (Rechenschaftsbericht über die Revolutionsereignisse in München, verfasst 1920); "Mein Gegner Kurt Eisner" (1929); "Lügen um Landauer" (1929). - Hinzutritt eine Textdokumentation mit Beiträgen über Erich Mühsam und die Revolutionszeit 1918/19 (aus der Zeitschrift "Graswurzelrevolution" und weiteren Quellen).
Die Redaktion der Schalom-Bibliothek votiert für Ungehorsam und gewaltfreien Widerstand - jenen Weg also, auf dem die Liebhaberinnen des Lebens kein Menschenblut vergießen. Doch kontroverse Positionen dürfen in der Quellenedition nicht ausgeklammert werden. Erst der Widerspruch begünstigt Diskurse auf hohem Niveau, die uns weiterführen.

edition pace.
Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 10,
herausgegeben und bearbeitet von Peter Bürger.

In dem hier fortgeführten "Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien" liegt bereits ein Band "Das Große Morden" vor - mit kraftvollen Voten gegen Militarismus und Krieg aus der Feder von Erich Mühsam (1878-1934, ermordet im KZ): "Die Bekämpfung des Staates in seinen wesentlichen Erscheinungsformen, Kapitalismus, Imperialismus, Militarismus, Klassenherrschaft, Zweckjustiz und Unterdrückung in jeder Gestalt, war und ist der Impuls meines öffentlichen Wirkens" (Selbstzeugnis 1919).
Die anfängliche Nähe des anarchistischen Schriftstellers zu Tolstois Haltung in der "Gewaltfrage" wandelte sich im Zuge von Weltkriegsverlauf, Münchener Revolution und Tuchfühlung mit dem "Spartakusprogramm". Schließlich wünschte Mühsam, dass die Beherrschten ihre Waffen gegen jene richten, die ihnen das Kriegshandwerk aufgedrungen haben. Neue Lieder für den bewaffneten Widerstand entstanden: "Ein jedes Kampf System ist gut, / das nicht versagt vor den Gewehren!"
Damit ein vollständigeres Bild vermittelt werden kann, erschließt die vorliegende Sammlung ergänzend vor allem auch solche Texte über Kampf und Revolution, in denen sich die Entfernung vom Pazifismus niedergeschlagen hat: Politische Lyrik (Auswahl 1904-1928); Kampf-, Marsch- und Spottlieder (Druck 1925); "Von Eisner bis Leviné" (Rechenschaftsbericht über die Revolutionsereignisse in München, verfasst 1920); "Mein Gegner Kurt Eisner" (1929); "Lügen um Landauer" (1929). - Hinzutritt eine Textdokumentation mit Beiträgen über Erich Mühsam und die Revolutionszeit 1918/19 (aus der Zeitschrift "Graswurzelrevolution" und weiteren Quellen).
Die Redaktion der Schalom-Bibliothek votiert für Ungehorsam und gewaltfreien Widerstand - jenen Weg also, auf dem die Liebhaberinnen des Lebens kein Menschenblut vergießen. Doch kontroverse Positionen dürfen in der Quellenedition nicht ausgeklammert werden. Erst der Widerspruch begünstigt Diskurse auf hohem Niveau, die uns weiterführen.

edition pace.
Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 10,
herausgegeben und bearbeitet von Peter Bürger.

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VerlagBoD - Books on Demand
EinbandAdobe Digital Editions
Erscheinungsjahr2025
Seitenangabe312 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse11'827 KB
Auflage25001 A. 1. Auflage
PlattformEPUB
Reiheedition pace
AutorMühsam, Erich / Bürger, Peter (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "edition pace"

Über den Autor Erich Mühsam

»Sich fügen heißt lügen« - so der vielleicht bekannteste Ausspruch von Erich Mühsam. Und nur zu gut lässt sich sein Leben an diesen vier Worten ableiten. Mühsam (1878-1934) war ein Dichter und Denker, ein Pazifist und Anarchist. Der gebürtige Jude aus gutem Hause (der Vater war Apotheker) eckt schon als Schüler mit »sozialistischen Umtrieben« an. Folglich wird er bereits 1903 unter ständige Polizeiaufsicht gestellt -zu unerhört ist sein Lebenswandel, zu frei seine Texte, zu radikal seine Forderungen (u. a. freie Rechte für Homosexuelle). Während des Ersten Weltkriegs betreibt Mühsam Antikriegspropaganda. Ein vorläufiger, trauriger Höhepunkt seiner »Karriere« als Volksfeind ist 1920 die Verurteilung wegen Hochverrats zu 15 Jahren Festungshaft. Nach sechs Jahren wird er begnadigt. Als Jude, linker und intellektueller Anarchist ist Mühsam ein bevorzugtes Feindbild der Nazis. 1933 wird er durch die Machthaber des Dritten Reichs verhaftet, gefoltert und 1934 im KZ Oranienburg von seinen SS-Bewachern ermordet. Er ist einer der ersten Opfer der Nazis, viele werden folgen.

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