"Jüdisch" als politisches Konzept (eBook)

Eine Kritik der Politischen Theologie
Artikelnummer: 978-3-8353-2353-7
Einband: PDF
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David Nirenberg, international renommierter Spezialist für die Beziehungen der jüdischen, christlichen und islamischen Kulturen in der Geschichte, konzentriert sich in diesem Essay auf die Denkfigur des "Jüdischen" als ein durchgängiges politisches Konzept der abendländischen Geschichte. Im Vordergrund steht nicht das Judentum als historische und gelebte Religion, sondern das Attribut "jüdisch" als Figur des christlichen Denkens. Ohne diese ideengeschichtlichen Traditionen zu kennen, lassen sich weder die Politische Theologie Carl Schmitts verstehen noch die Bilder des Judentums, die Schmitts Theorie hervorbrachte. Auf seiner intellektuellen Reise zeigt Nirenberg an frühchristlichen, mittelalterlichen und modernen Beispielen, wie "Judentum" und "jüdisch" als Vokabeln der politischen Sprache Bedeutung gewonnen haben. So war "jüdisch" in der christlichen Regierungslehre Inbegriff der gefährlichen Attraktion von weltlicher Macht. Karl Marx bezeichnete die Judenemanzipation "in ihrer letzten Konsequenz" als "Emanzipation der Menschheit vom Judentum". Die Beständigkeit und die Verwendungsweisen der Denkfigur des "Jüdischen" sind nach Nirenberg Anlass für ein grundsätzliches Nachdenken über Ideen-, Begriffs- und Diskursgeschichte.

David Nirenberg, international renommierter Spezialist für die Beziehungen der jüdischen, christlichen und islamischen Kulturen in der Geschichte, konzentriert sich in diesem Essay auf die Denkfigur des "Jüdischen" als ein durchgängiges politisches Konzept der abendländischen Geschichte. Im Vordergrund steht nicht das Judentum als historische und gelebte Religion, sondern das Attribut "jüdisch" als Figur des christlichen Denkens. Ohne diese ideengeschichtlichen Traditionen zu kennen, lassen sich weder die Politische Theologie Carl Schmitts verstehen noch die Bilder des Judentums, die Schmitts Theorie hervorbrachte. Auf seiner intellektuellen Reise zeigt Nirenberg an frühchristlichen, mittelalterlichen und modernen Beispielen, wie "Judentum" und "jüdisch" als Vokabeln der politischen Sprache Bedeutung gewonnen haben. So war "jüdisch" in der christlichen Regierungslehre Inbegriff der gefährlichen Attraktion von weltlicher Macht. Karl Marx bezeichnete die Judenemanzipation "in ihrer letzten Konsequenz" als "Emanzipation der Menschheit vom Judentum". Die Beständigkeit und die Verwendungsweisen der Denkfigur des "Jüdischen" sind nach Nirenberg Anlass für ein grundsätzliches Nachdenken über Ideen-, Begriffs- und Diskursgeschichte.

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VerlagWallstein Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2013
Seitenangabe55 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse4'292 KB
PlattformPDF
ReiheHistorische Geisteswissenschaften. Frankfurter Vorträge
AutorNirenberg, David / Wördemann, Karin (Übers.)

Alle Bände der Reihe "Historische Geisteswissenschaften. Frankfurter Vorträge"

Über den Autor David Nirenberg

David Nirenberg est historien. Après avoir enseigné durant de nombreuses années à l'Université de Chicago, il dirige actuellement l'Institute for Advanced Studies, à Princeton.

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