HIV und Schuldgefühle (eBook)

Zur Psychodynamik in der HIV-Testberatung
Artikelnummer: 978-3-8379-7718-9
Einband: PDF
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CHF 29.65
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Zu Beginn der »Aidskrise« in den 1980er Jahren kam eine HIV-Infektion noch einem Todesurteil gleich. Menschen mit HIV und Aids wurden stigmatisiert und die Ansteckung mit Schuld und Strafe für »abweichende« Lebensstile und Sexualverhalten assoziiert. Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten und der gesellschaftliche Umgang mit HIV in der heutigen Zeit deutlich verbessert haben, lässt sich in der HIV-Testberatung nach wie vor beobachten, dass neben der Ansteckungsangst vor allem Schuldgefühle das Erleben von Menschen bestimmen, die befürchten, sich mit HIV infiziert zu haben. Die Beratung bekommt so für Klient*innen oft die Funktion einer »Beichte« mit der Hoffnung auf Absolution. Franziska Hartung knüpft an diese Beobachtungen an, analysiert und konzeptionalisiert die zugrunde liegenden Schuld-Dynamiken. Sie zeigt, dass Schuld und Schuldgefühle nach wie vor relevante Themen im HIV-Diskurs sind und das subjektive Erleben von Klient*innen in der HIV-Testberatung bestimmen sowie für Prävention und Beratung eine wichtige Rolle spielen. Ein besseres Verständnis der Schuldgefühle kann dazu beitragen, wirksam gegen Stigmatisierungen vorzugehen und sexuelle Gesundheit ganzheitlich zu betrachten.

Zu Beginn der »Aidskrise« in den 1980er Jahren kam eine HIV-Infektion noch einem Todesurteil gleich. Menschen mit HIV und Aids wurden stigmatisiert und die Ansteckung mit Schuld und Strafe für »abweichende« Lebensstile und Sexualverhalten assoziiert. Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten und der gesellschaftliche Umgang mit HIV in der heutigen Zeit deutlich verbessert haben, lässt sich in der HIV-Testberatung nach wie vor beobachten, dass neben der Ansteckungsangst vor allem Schuldgefühle das Erleben von Menschen bestimmen, die befürchten, sich mit HIV infiziert zu haben. Die Beratung bekommt so für Klient*innen oft die Funktion einer »Beichte« mit der Hoffnung auf Absolution. Franziska Hartung knüpft an diese Beobachtungen an, analysiert und konzeptionalisiert die zugrunde liegenden Schuld-Dynamiken. Sie zeigt, dass Schuld und Schuldgefühle nach wie vor relevante Themen im HIV-Diskurs sind und das subjektive Erleben von Klient*innen in der HIV-Testberatung bestimmen sowie für Prävention und Beratung eine wichtige Rolle spielen. Ein besseres Verständnis der Schuldgefühle kann dazu beitragen, wirksam gegen Stigmatisierungen vorzugehen und sexuelle Gesundheit ganzheitlich zu betrachten.

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VerlagPsychosozial-Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2020
Seitenangabe221 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse0 KB
Auflage1. Aufl. 2020
PlattformPDF
ReiheAngewandte Sexualwissenschaft
AutorHartung, Franziska / Busch, Ulrike (Reihe Hrsg.) / Stumpe, Harald (Reihe Hrsg.) / Voß, Heinz-Jürgen (Reihe Hrsg.) / Weller, Konrad (Reihe Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Angewandte Sexualwissenschaft"

Über den Autor Franziska Hartung

Franziska Hartung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und forscht in Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe zu HIV-bezogener Stigmatisierung und Diskriminierung. Sie ist Lehrbeauftragte an der Hochschule Merseburg und Referentin für sexuelle Bildung. Zuvor war sie in der HIV- und STI-Beratung im Gesundheitsamt Leipzig tätig. Stand: Jan. 2020

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