Heer ohne Helden / Zehn am Fließband

Theaterstücke
Artikelnummer: 978-3-88661-439-4
Einband: Buch
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Der Band versammelt die beiden Stücke, mit denen Anna Gmeyner ihre ersten Erfolge als Dramatikerin in der Weimarer Republik feierte. Sie sind geprägt vom politischen Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und aufkommenden Faschismus. Dem Vorwurf der Tendenzhaftigkeit hielt Gmeyner entgegen: 'Wenn es tendenziös genannt werden kann, immer von neuem verschleierte Wahrheit aufzudecken, bekenne ich mich voll zum Tendenzstück.' HEER OHNE HELDEN (1929) entstand unter dem Eindruck des großen Bergarbeiterstreiks von 1926 in Schottland. Ein Grubenunglück verändert schlagartig das Leben in Lochmoor, einem kleinen Dorf im schottischen Kohlengebiet: Während die Angehörigen um das Leben der verschütteten Bergleute bangen, machen andere sich Sorgen um die Zukunft des Werks, von dem die wirtschaftliche Existenz des ganzen Dorfes abhängt. Unterdessen versucht die Werksleitung, die Schuld für das Unglück auf die Bergmänner zu schieben. Die Musik für den Schlusschor des Stückes, das Lied der Bergarbeiter, komponierte Hanns Eisler. Dem zweiten Stück, ZEHN AM FLIEßBAND (1932), liegen Recherchen in der Berliner Siemensstadt zugrunde. Schauplatz ist eine Kugellagerfabrik zur Zeit der Wirtschaftskrise: Die Belegschaft schuftet im Akkord, und der Direktor muss sich gegenüber dem Aufsichtsrat für die schlechten Zahlen verantworten. Da entwickelt der jüdische Arbeiter Mischa Markowski, ein eigenbrötlerischer Tüftler, eine Maschine, die die Abläufe in der Fabrik erleichtern soll. Schnell jedoch wird klar: Die neue Technik sorgt eher für Entlassungen als für Entlastung, und so sieht sich Markowski antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, die ihn in den Wahnsinn treiben.

Der Band versammelt die beiden Stücke, mit denen Anna Gmeyner ihre ersten Erfolge als Dramatikerin in der Weimarer Republik feierte. Sie sind geprägt vom politischen Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und aufkommenden Faschismus. Dem Vorwurf der Tendenzhaftigkeit hielt Gmeyner entgegen: 'Wenn es tendenziös genannt werden kann, immer von neuem verschleierte Wahrheit aufzudecken, bekenne ich mich voll zum Tendenzstück.' HEER OHNE HELDEN (1929) entstand unter dem Eindruck des großen Bergarbeiterstreiks von 1926 in Schottland. Ein Grubenunglück verändert schlagartig das Leben in Lochmoor, einem kleinen Dorf im schottischen Kohlengebiet: Während die Angehörigen um das Leben der verschütteten Bergleute bangen, machen andere sich Sorgen um die Zukunft des Werks, von dem die wirtschaftliche Existenz des ganzen Dorfes abhängt. Unterdessen versucht die Werksleitung, die Schuld für das Unglück auf die Bergmänner zu schieben. Die Musik für den Schlusschor des Stückes, das Lied der Bergarbeiter, komponierte Hanns Eisler. Dem zweiten Stück, ZEHN AM FLIEßBAND (1932), liegen Recherchen in der Berliner Siemensstadt zugrunde. Schauplatz ist eine Kugellagerfabrik zur Zeit der Wirtschaftskrise: Die Belegschaft schuftet im Akkord, und der Direktor muss sich gegenüber dem Aufsichtsrat für die schlechten Zahlen verantworten. Da entwickelt der jüdische Arbeiter Mischa Markowski, ein eigenbrötlerischer Tüftler, eine Maschine, die die Abläufe in der Fabrik erleichtern soll. Schnell jedoch wird klar: Die neue Technik sorgt eher für Entlassungen als für Entlastung, und so sieht sich Markowski antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, die ihn in den Wahnsinn treiben.

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VerlagVerlag der Autoren
EinbandBuch
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe144 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH18.7 cm x B11.5 cm
Auflage1. A.
AutorGmeyner, Anna

Über den Autor Anna Gmeyner

Anna Gmeyner, geboren 1902 in ein großbürgerlich-liberales Elternhaus in Wien, ist als Kind entschlossen, Schriftstellerin zu werden. Als junge Frau zieht sie nach Berlin, da ihr Österreich in den 1920er-Jahren als Autorin und Dramatikerin zu wenig Arbeitsmöglichkeiten bietet. Gerade als man in Deutschland beginnt, ihre sozialkritischen, politisch brisanten und von Kritikern hochgelobten Stücke (»Automatenbuffet«, »Heer ohne Helden«) aufzuführen, vereitelt Hitlers »Machtergreifung« ihre weitere Karriere. Im Exil in Paris und London entstehen ein Deutschland- und ein Exilroman: »Manja. Ein Roman um fünf Kinder« (1938) und »Café du Dôme« (1941). Gmeyner lässt sich nach dem Krieg in England nieder und schreibt ihre weiteren Werke auf Englisch; sie stirbt 1991.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.

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