'Grammatik' der Schauspielkunst (eBook)

Die Inszenierung der Geschlechter in Goethes klassischem Theater
Artikelnummer: 978-3-11-091868-7
Einband: PDF
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In der Zeit der Weimarer Klassik hat Goethe nicht nur eine Reihe bis heute zum allgemeinen >Bildungsgut< gehöriger Dramen geschrieben. Von 1791 bis 1817 war er Leiter des Weimarer Hoftheaters und trat dort auch als Schauspieltheoretiker und Theaterpraktiker auf. Aus der engen Wechselwirkung zwischen Dramenproduktion, Theorie, Spielpraxis und der >ästhetischen Erziehung< der Schauspielerinnen und Schauspieler gingen die 'Regeln für Schauspieler' hervor - als ein geregeltes, ganz dem idealistischen Denken verpflichtetes System der theatralen Zeichen, das Goethe auch als >Grammatik< bezeichnete. Der vorliegende Band unternimmt es, diesen semiologischen Vorgang (die Formierung einer theatralen Sprache) >archäologisch< nachzuzeichnen und in seiner spezifischen Historizität sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den unterschiedlichen zeitgenössischen Definitionen von >Mann< und >Frau< sowie nach deren Transformation in das Zeichensystem der Weimarer Klassik. Aus der Perspektive der >Genus-Forschung< und des >dekonstruktiven Feminismus< leistet die Studie eine Revision der bisher vorliegenden Geschichtsschreibung zu Goethes Theater und stellt zugleich einen neuen methodischen Ansatz theaterhistorischer Forschung vor.

In der Zeit der Weimarer Klassik hat Goethe nicht nur eine Reihe bis heute zum allgemeinen >Bildungsgut< gehöriger Dramen geschrieben. Von 1791 bis 1817 war er Leiter des Weimarer Hoftheaters und trat dort auch als Schauspieltheoretiker und Theaterpraktiker auf. Aus der engen Wechselwirkung zwischen Dramenproduktion, Theorie, Spielpraxis und der >ästhetischen Erziehung< der Schauspielerinnen und Schauspieler gingen die 'Regeln für Schauspieler' hervor - als ein geregeltes, ganz dem idealistischen Denken verpflichtetes System der theatralen Zeichen, das Goethe auch als >Grammatik< bezeichnete. Der vorliegende Band unternimmt es, diesen semiologischen Vorgang (die Formierung einer theatralen Sprache) >archäologisch< nachzuzeichnen und in seiner spezifischen Historizität sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den unterschiedlichen zeitgenössischen Definitionen von >Mann< und >Frau< sowie nach deren Transformation in das Zeichensystem der Weimarer Klassik. Aus der Perspektive der >Genus-Forschung< und des >dekonstruktiven Feminismus< leistet die Studie eine Revision der bisher vorliegenden Geschichtsschreibung zu Goethes Theater und stellt zugleich einen neuen methodischen Ansatz theaterhistorischer Forschung vor.

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Verlag De Gruyter
Einband PDF
Erscheinungsjahr 2011
Seitenangabe 259 S.
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse 11'899 KB
Auflage 11001 A. Reprint 2011
Plattform PDF
Reihe Theatron
Autor Wiens, Birgit

Alle Bände der Reihe "Theatron"

Über den Autor Birgit Wiens

Birgit Wiens ist Theater- und Kunstwissenschaftlerin, z. Zt. Privatdozentin an der LMU München und lehrt an Universitäten und Kunsthochschulen im In- und Ausland (Norwegen, Schweiz). Tätigkeit als Kuratorin und Dramaturgin (u. a. für Labore für Digitale Szenografie, Szenografie-Bund 2022, realisiert mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien). 2015-2020 Leitung des interdisziplinären Forschungsprojekts "Szenografie: Episteme und ästhetische Produktivität in den Künsten der Gegenwart" (im DFG Heisenberg-Programm). Zahlreiche Veröffentlichungen, Buchpublikation zuletzt (Ed.): Contemporary Scenography: Practices and Aesthetics in German Theatre, Arts and Design. London, New York (2019) 2021.

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