Trans-Atlantik

Artikelnummer: 978-3-311-10102-4
Einband: Fester Einband
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Als neuer Star der polnischen Literatur hat Witold Gombrowicz im Herbst 1939 die Ehre, an der Jungfernfahrt des Transatlantikliners Chobry nach Buenos Aires teilzunehmen. Einige Tage will er bleiben - es werden vierundzwanzig Jahre. Denn während seiner Überfahrt überfällt die deutsche Wehrmacht Polen. Bis hierhin stimmen Wirklichkeit und Handlung des Romans überein, in dem Gombrowicz die ersten Wochen nach seiner Ankunft in Argentinien verarbeitet. Ob die realen Erlebnisse weniger skurril, befremdlich und kurios gewesen sind als die Fiktion, die Gombrowicz daraus spinnt, vermag niemand zu sagen. Die hundert Dollar in Witolds Tasche - Protagonist und Autor tragen denselben Namen - werden nicht lange reichen, also wendet er sich an seine Landsleute vor Ort. Aber guter Rat ist teuer oder manchmal eben auch keinen Pfifferling wert: »Ich bin nicht so irrwitzig, dass ich in den heutigen Zeiten etwas meine oder nicht meine«, sagt Herr Cieciszowski, ein entfernter Bekannter. Der polnische Gesandte ist hin und hergerissen, ob die Diplomatie ihre Literaten im Krieg verehren oder beleidigen soll. Im Exil sieht sich der Schriftsteller einem hohlen, archaischen und grotesken Patriotismus gegenüber, von dem er gehofft hatte, ihn mit seiner Heimat hinter sich zu lassen. Und dann wird er in undurchsichtige Aktivitäten hineingezogen, die nach etlichen bizarren Wendungen auf ein Duell zusteuern.

Transatlantik ist eine urkomische Parodie auf das Denken in Nationalismen und ein lustvolles Spiel mit dem Absurden und Paradoxen.

»Der Zürcher Kampa Verlag macht sich gegenwärtig um das inzwischen fast vergessene Werk Gombrowicz' hochverdient.« Marko Martin / Deutschlandfunk Kultur

Als neuer Star der polnischen Literatur hat Witold Gombrowicz im Herbst 1939 die Ehre, an der Jungfernfahrt des Transatlantikliners Chobry nach Buenos Aires teilzunehmen. Einige Tage will er bleiben - es werden vierundzwanzig Jahre. Denn während seiner Überfahrt überfällt die deutsche Wehrmacht Polen. Bis hierhin stimmen Wirklichkeit und Handlung des Romans überein, in dem Gombrowicz die ersten Wochen nach seiner Ankunft in Argentinien verarbeitet. Ob die realen Erlebnisse weniger skurril, befremdlich und kurios gewesen sind als die Fiktion, die Gombrowicz daraus spinnt, vermag niemand zu sagen. Die hundert Dollar in Witolds Tasche - Protagonist und Autor tragen denselben Namen - werden nicht lange reichen, also wendet er sich an seine Landsleute vor Ort. Aber guter Rat ist teuer oder manchmal eben auch keinen Pfifferling wert: »Ich bin nicht so irrwitzig, dass ich in den heutigen Zeiten etwas meine oder nicht meine«, sagt Herr Cieciszowski, ein entfernter Bekannter. Der polnische Gesandte ist hin und hergerissen, ob die Diplomatie ihre Literaten im Krieg verehren oder beleidigen soll. Im Exil sieht sich der Schriftsteller einem hohlen, archaischen und grotesken Patriotismus gegenüber, von dem er gehofft hatte, ihn mit seiner Heimat hinter sich zu lassen. Und dann wird er in undurchsichtige Aktivitäten hineingezogen, die nach etlichen bizarren Wendungen auf ein Duell zusteuern.

Transatlantik ist eine urkomische Parodie auf das Denken in Nationalismen und ein lustvolles Spiel mit dem Absurden und Paradoxen.

»Der Zürcher Kampa Verlag macht sich gegenwärtig um das inzwischen fast vergessene Werk Gombrowicz' hochverdient.« Marko Martin / Deutschlandfunk Kultur
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VerlagKampa Verlag
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2024
Seitenangabe220 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
AbbildungenGebunden mit Schutzumschlag
MasseH20.5 cm x B12.5 cm x D3.3 cm 446 g
Auflage1. A.
AutorGombrowicz, Witold / Fieguth, Rolf (Übers.)

Über den Autor Witold Gombrowicz

Witold Gombrowicz wurde 1904 als Sohn eines Landadeligen in Mäoszyce in Polen geboren. 1915 übersiedelte die Familie nach Warschau, wo Gombrowicz nach Abschluss der Schule Jura studierte. Von 1928 bis 1934 arbeitete er an einem Warschauer Gericht, widmete sich jedoch bald ausschließlich der Literatur. 1933 veröffentlichte er den Erzählungsband Memoiren aus der Epoche des Reifens. 1938 erschien Ferdydurke und löste eine heftige literarische Debatte aus. Im Sommer 1939 wurde Gombrowicz auf einer Reise in Buenos Aires vom Ausbruch des Krieges überrascht. Er blieb 24 Jahre lang in Argentinien, das für ihn zur zweiten Heimat wurde. In dieser Zeit entstanden fast alle seine Werke, die ab 1950 auf Polnisch in Paris und später auch in Warschau veröffentlicht wurden. 1963 kehrte Gombrowicz nach Europa zurück. 1964 ließ er sich, mit Unterbrechung durch einen einjährigen Aufenthalt in Berlin, im französischen Vence nieder, wo er 1969 starb.

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