Ghettorenten

Entschädigungspolitik, Rechtsprechung und historische Forschung
Artikelnummer: 978-3-486-58941-2
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: Folgt in ca. 5 Arbeitstagen
CHF 27.90
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Der Deutsche Bundestag verabschiedete im Jahr 2002 einstimmig das "Gesetz zur Zahlbarmachung von Beschäftigungszeiten in einem Ghetto". Damit sollte eine Lücke bei der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts geschlossen und Holocaust-Überlebenden der Bezug einer Rente für Arbeit im Ghetto ermöglicht werden. Die Umsetzung des Gesetzes erwies sich indes als problematisch. Weit über 90 Prozent der rund 70.000 Anträge wurden von den Rentenversicherungsträgern abgelehnt. Tausende von Prozessen vor Sozialgerichten sind die Folge, in denen nicht zuletzt komplexe historische Aspekte beurteilt werden müssen. Der vorliegende Band vereint Beiträge von Historikern und Juristen, die die vielschichtige Problematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Mit Noach Flug, dem Präsidenten des Internationalen Auschwitzkomitees und Vorsitzenden des Dachverbands der Holocaust-Überlebenden in Israel, kommt auch ein Betroffener und hochrangiger Repräsentant der Opferverbände zu Wort.

Der Deutsche Bundestag verabschiedete im Jahr 2002 einstimmig das "Gesetz zur Zahlbarmachung von Beschäftigungszeiten in einem Ghetto". Damit sollte eine Lücke bei der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts geschlossen und Holocaust-Überlebenden der Bezug einer Rente für Arbeit im Ghetto ermöglicht werden. Die Umsetzung des Gesetzes erwies sich indes als problematisch. Weit über 90 Prozent der rund 70.000 Anträge wurden von den Rentenversicherungsträgern abgelehnt. Tausende von Prozessen vor Sozialgerichten sind die Folge, in denen nicht zuletzt komplexe historische Aspekte beurteilt werden müssen. Der vorliegende Band vereint Beiträge von Historikern und Juristen, die die vielschichtige Problematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Mit Noach Flug, dem Präsidenten des Internationalen Auschwitzkomitees und Vorsitzenden des Dachverbands der Holocaust-Überlebenden in Israel, kommt auch ein Betroffener und hochrangiger Repräsentant der Opferverbände zu Wort.

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VerlagDe Gruyter Oldenbourg
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2010
Seitenangabe128 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH20.5 cm x B12.0 cm x D1.0 cm 156 g
Auflage10001 A. 1. Auflage
ReiheZeitgeschichte im Gespräch
AutorZarusky, Jürgen (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Zeitgeschichte im Gespräch"

Über den Autor Jürgen (Hrsg.) Zarusky

Sybille Steinbacher ist Historikerin, Professorin für die Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. und Direktorin des Fritz Bauer Instituts. Sie leitet das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte.Jürgen Zarusky, der überraschend im März 2019 verstarb, war Historiker und seit 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München. Seit 2016 war er Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, auch fungierte er als Redakteur der Mitteilungen der deutsch-russischen Historikerkommission. Jürgen Zarusky hatte 2018 die wissenschaftliche Leitung des Dachauer Symposiums zur Zeitgeschichte inne.

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