Gewalt und Gestalt

Die Antike im Spätwerk Goethes
Artikelnummer: 978-3-7965-2288-8
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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CHF 14.00
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«Die Antike blieb immer im Zentrum von Goethes Aufmerksamkeit. Er hat alle Nachrichten über archäologische Entdeckungen mit wachstem Interesse verfolgt, er hat intensive Beziehungen zu den führenden Philologen seiner Zeit unterhalten, hat mit Leidenschaft an den Debatten über Mythologie Anteil genommen, hat sich mit Fragen der Rekonstruktion und der Übersetzung antiker Texte beschäftigt, hat sich mit alter Geschichte, antiker Philosophie, Numismatik und Glyptik beschäftigt. [?] Sein dem Lesepublikum weitgehend unbekanntes großes Alterswerk, die Zeitschrift Über Kunst und Altertum, ist das bedeutendste Zeugnis für diesen altertumskundlichen Universalismus Goethes, wie es zugleich auch das bedeutendste Zeugnis für die Ausbildung seines Konzepts der Weltliteratur ist. [?] Natürlich führten die Erkenntnisfortschritte der Altertumswissenschaften auch ihm Schritt für Schritt vor Augen, daß die Vorstellung, es bei den Griechen mit einer 'höher und zarter gestimmten Menschheit' zu tun zu haben, einer historischen Fiktion gleichkam, und doch konnte er an dieser Vorstellung unbeirrt festhalten, weil die Kunst der Griechen für ihn der Ausdruck einer solchen 'höher und zarter gestimmten Menschheit' blieb.» 
«Die Antike blieb immer im Zentrum von Goethes Aufmerksamkeit. Er hat alle Nachrichten über archäologische Entdeckungen mit wachstem Interesse verfolgt, er hat intensive Beziehungen zu den führenden Philologen seiner Zeit unterhalten, hat mit Leidenschaft an den Debatten über Mythologie Anteil genommen, hat sich mit Fragen der Rekonstruktion und der Übersetzung antiker Texte beschäftigt, hat sich mit alter Geschichte, antiker Philosophie, Numismatik und Glyptik beschäftigt. [?] Sein dem Lesepublikum weitgehend unbekanntes großes Alterswerk, die Zeitschrift Über Kunst und Altertum, ist das bedeutendste Zeugnis für diesen altertumskundlichen Universalismus Goethes, wie es zugleich auch das bedeutendste Zeugnis für die Ausbildung seines Konzepts der Weltliteratur ist. [?] Natürlich führten die Erkenntnisfortschritte der Altertumswissenschaften auch ihm Schritt für Schritt vor Augen, daß die Vorstellung, es bei den Griechen mit einer 'höher und zarter gestimmten Menschheit' zu tun zu haben, einer historischen Fiktion gleichkam, und doch konnte er an dieser Vorstellung unbeirrt festhalten, weil die Kunst der Griechen für ihn der Ausdruck einer solchen 'höher und zarter gestimmten Menschheit' blieb.» 
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Verlagschwabe
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2007
Seitenangabe66 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungenschwarz-weiss Illustrationen, Tabellen, farbig, Tabellen, schwarz-weiss, farbige Illustrationen
MasseH13.0 cm x B21.0 cm x D0.6 cm 110 g
Auflage1., Aufl.
ReiheJacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen
AutorOsterkamp, Ernst

Alle Bände der Reihe "Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen"

Über den Autor Ernst Osterkamp

Ernst Osterkamp, geb. 1950, war von 1992 bis 2016 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, von 2017 bis 2023 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

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