Geschlechtsspezifisches Dialogverhalten in den Artusepen Hartmanns von Aue?

Artikelnummer: 978-3-11-138899-1
Einband: Fester Einband
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CHF 148.00
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Der Band geht der Frage nach, inwiefern in den Artusepen Hartmanns von Aue geschlechtsspezifisches Dialogverhalten realisiert ist. Das eigens entwickelte dialoganalytische Modell adaptiert und verknüpft Illokutionslogik, Sprechaktsequenzanalyse, Dialogtypologie, Dialogmusterbeschreibung sowie kommunikativ-pragmatisches Kategorieninventar. Es zeigt sich, dass geschlechtsspezifisch markierte Illokutionen innerhalb des 'Erec' und des 'Iwein' die Ausnahme bilden, während der Handlungsverlauf sowie die Charakterisierung, die Motive und die Beziehungen der Figuren größeren Einfluss auf die Auswahl und Ausgestaltung der jeweiligen Illokutionskraft nehmen. Die durch die 'unmittelbar' lehrhafte Literatur definierten Sprachhandlungsnormen, welche in Auswahl systematisiert werden, können innerhalb der fiktionalen Literatur folglich überschritten werden, wobei auch die Verschiebung von gender-Grenzen möglich wird. Eine Sonderrolle nehmen 'versprechen', 'schwören' und 'einen Eid ablegen' in jenen Situationen des 'Iwein' ein, in denen ihnen rechts- und stabilitätssichernde Funktion zukommt, was die Relevanz der Einhaltung jener teilweise (proto-)rechtlichen Charakter tragenden Sprechakte vor Augen führt.

Der Band geht der Frage nach, inwiefern in den Artusepen Hartmanns von Aue geschlechtsspezifisches Dialogverhalten realisiert ist. Das eigens entwickelte dialoganalytische Modell adaptiert und verknüpft Illokutionslogik, Sprechaktsequenzanalyse, Dialogtypologie, Dialogmusterbeschreibung sowie kommunikativ-pragmatisches Kategorieninventar. Es zeigt sich, dass geschlechtsspezifisch markierte Illokutionen innerhalb des 'Erec' und des 'Iwein' die Ausnahme bilden, während der Handlungsverlauf sowie die Charakterisierung, die Motive und die Beziehungen der Figuren größeren Einfluss auf die Auswahl und Ausgestaltung der jeweiligen Illokutionskraft nehmen. Die durch die 'unmittelbar' lehrhafte Literatur definierten Sprachhandlungsnormen, welche in Auswahl systematisiert werden, können innerhalb der fiktionalen Literatur folglich überschritten werden, wobei auch die Verschiebung von gender-Grenzen möglich wird. Eine Sonderrolle nehmen 'versprechen', 'schwören' und 'einen Eid ablegen' in jenen Situationen des 'Iwein' ein, in denen ihnen rechts- und stabilitätssichernde Funktion zukommt, was die Relevanz der Einhaltung jener teilweise (proto-)rechtlichen Charakter tragenden Sprechakte vor Augen führt.

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VerlagDe Gruyter
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2024
Seitenangabe446 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungen6 b/w tbl., Tabellen, schwarz-weiss
MasseH24.0 cm x B17.0 cm 891 g
CoverlagDe Gruyter (Imprint/Brand)
Auflage1. A.
ReiheHistorische Dialogforschung
AutorKremer, Markus

Alle Bände der Reihe "Historische Dialogforschung"

Über den Autor Markus Kremer

Markus Kremer, Bielefeld

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