Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches (eBook)

Artikelnummer: 978-3-11-065240-6
Einband: PDF
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Mitte der 1870er Jahre vollzieht Nietzsche eine folgenreiche Wende in seinem Denken, die eben sowohl Ausdruck einer Krise wie eines theoretischen Neubeginns, ist; wobei insbesondere Menschliches, Allzumenschliches dabei einen Scheitelpunkt markiert, der auch sein Verhältnis zu Wagner und zu Schopenhauer - den Säulenheiligen der frühen Jahre -, grundstürzend verändert. Distanziert er sich einerseits von Wagners dramatischer Musikkonzeption, so bei Schopenhauer von dessen Willensmetaphysik und substituiert sie durch einen Topos eines grundlegend agierenden Willens zu Macht. Wenn wir uns auf die Suche nach Nietzsches aufklärerischer Motivation in diesem Buch machen, dann könnte ein Aphorismus aus dem ersten Teil helfen: "Die eherne Nothwendigkeit ist ein Ding, von dem die Menschen im Verlauf der Geschichte einsehen, dass es weder ehern noch nothwendig ist" (KSA 2, 323). Mit dieser zweibändigen, zugleich umfangreichsten Schrift betritt der Nietzsche die Bühne, der er sein will: Ein freier Geist.

Mitte der 1870er Jahre vollzieht Nietzsche eine folgenreiche Wende in seinem Denken, die eben sowohl Ausdruck einer Krise wie eines theoretischen Neubeginns, ist; wobei insbesondere Menschliches, Allzumenschliches dabei einen Scheitelpunkt markiert, der auch sein Verhältnis zu Wagner und zu Schopenhauer - den Säulenheiligen der frühen Jahre -, grundstürzend verändert. Distanziert er sich einerseits von Wagners dramatischer Musikkonzeption, so bei Schopenhauer von dessen Willensmetaphysik und substituiert sie durch einen Topos eines grundlegend agierenden Willens zu Macht. Wenn wir uns auf die Suche nach Nietzsches aufklärerischer Motivation in diesem Buch machen, dann könnte ein Aphorismus aus dem ersten Teil helfen: "Die eherne Nothwendigkeit ist ein Ding, von dem die Menschen im Verlauf der Geschichte einsehen, dass es weder ehern noch nothwendig ist" (KSA 2, 323). Mit dieser zweibändigen, zugleich umfangreichsten Schrift betritt der Nietzsche die Bühne, der er sein will: Ein freier Geist.

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VerlagDe Gruyter
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2020
Seitenangabe311 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Auflage20001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheKlassiker auslegen
AutorBrock, Eike (Hrsg.) / Georg, Jutta (Hrsg.)

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Über den Autor Eike (Hrsg.) Brock

Dr. Eike Brock ist freier Autor bzw. philosophischer Schriftsteller. Er unterrichtet außerdem Philosophie am Institut für Philosophie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und am Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln.Dr. Günter Gödde ist Ausbildungsleiter, Dozent, Supervisor und Lehrtherapeut an der Berliner Akademie für Psychotherapie sowie frei praktizierender Psychotherapeut.Prof. Dr. Jörg Zirfas ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt pädagogische Anthropologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften.

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