»Es gab wunderbares Material unter diesen Gehirnen«

»Euthanasie«-Verbrechen, Hirnforschung und die Max-Planck-Gesellschaft
Artikelnummer: 978-3-8353-6063-1
Einband: Fester Einband
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, September 2026
CHF 51.50
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Für die neuropathologische Forschung im Kontext der NS-»Euthanasie« wurden über Jahrzehnte die Gehirne der Opfer in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. der Max-Planck-Gesellschaft verwertet. Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen wurden seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zunehmend entrechtet, zwangsweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beraubt und ab 1939 auch ermordet. Im Kontext der neuropathologischen Forschung wurden dabei Gehirne von Opfern der systematischen Krankenmorde (»Euthanasie«) in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. in deren Nachfolgeinstitution, der Max-Planck-Gesellschaft, gesammelt und noch jahrzehntelang zu Forschungs- und Lehrzwecken genutzt. Im vorliegenden Band wird dieses Vorgehen nun erstmals durch eine renommierte Autor*innengruppe systematisch untersucht. Rekonstruiert werden Programmatik und Praxis der neurowissenschaftlichen Forschungen im Nationalsozialismus, die wissenschaftliche Nutzung der entstandenen Präparate auch in der Nachkriegszeit sowie der Umgang der Max-Planck-Gesellschaft mit der Geschichte dieser Forschungen und den aus ihr resultierenden Präparatesammlungen. Der Band ist das Ergebnis eines größeren Forschungsprojekts zur Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechts-taten, das von 2017 bis 2026 durchgeführt wurde. Die Namen aller identifizierten Opfer finden sich in einem parallel publizierten Gedenkbuch.
Für die neuropathologische Forschung im Kontext der NS-»Euthanasie« wurden über Jahrzehnte die Gehirne der Opfer in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. der Max-Planck-Gesellschaft verwertet. Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen wurden seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zunehmend entrechtet, zwangsweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beraubt und ab 1939 auch ermordet. Im Kontext der neuropathologischen Forschung wurden dabei Gehirne von Opfern der systematischen Krankenmorde (»Euthanasie«) in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. in deren Nachfolgeinstitution, der Max-Planck-Gesellschaft, gesammelt und noch jahrzehntelang zu Forschungs- und Lehrzwecken genutzt. Im vorliegenden Band wird dieses Vorgehen nun erstmals durch eine renommierte Autor*innengruppe systematisch untersucht. Rekonstruiert werden Programmatik und Praxis der neurowissenschaftlichen Forschungen im Nationalsozialismus, die wissenschaftliche Nutzung der entstandenen Präparate auch in der Nachkriegszeit sowie der Umgang der Max-Planck-Gesellschaft mit der Geschichte dieser Forschungen und den aus ihr resultierenden Präparatesammlungen. Der Band ist das Ergebnis eines größeren Forschungsprojekts zur Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechts-taten, das von 2017 bis 2026 durchgeführt wurde. Die Namen aller identifizierten Opfer finden sich in einem parallel publizierten Gedenkbuch.
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VerlagWallstein
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe666 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungenmit 75 z.T. farb. Abb.
MasseH24.0 cm x B17.0 cm
Auflage1. A.
ReiheErgebnisse des Forschungsprojekts 'Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten: Hirnpräparate in Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und die Identifizierung der Opfer'
AutorBuschmann, Maximilian / Czech, Herwig / Hüntelmann, Axel C. / Kaminsky, Uwe / Kraul, Elisabeth / Kuglitsch, Paul / Rauh, Philipp / Roelcke, Volker

Über den Autor Maximilian Buschmann

Dr. Maximilian Buschmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München. Seine Arbeit zur Geschichte des Hungerstreiks wurde 2022 mit dem Dissertationspreis der Bayerischen Amerika-Akademie ausgezeichnet.

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