Erinnerung zwischen Triumph und Trauma

Belarus und der Zweite Weltkrieg, 1942-2019
Artikelnummer: 978-3-525-30373-3
Einband: Fester Einband
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CHF 104.00
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Die Studie untersucht die Entwicklung der belarusischen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg, die bis heute das historische Selbstverständnis des Landes prägt. Auf der Grundlage einer mikrohistorischen Analyse zentraler und lokaler Museen, Gedenkstätten und Denkmäler revidiert sie - überwiegend gestützt auf archivalische Quellen - das Bild einer monolithischen Erinnerungskultur. Stattdessen zeigt Ekaterina Keding, dass die Kriegserinnerung sowohl in der sowjetischen als auch in der nachsowjetischen Zeit stets heterogen und kontextabhängig war und politisch instrumentalisiert wurde. Die Kriegserinnerung war von einer Vielzahl von Akteuren geprägt, die jeweils eigene Interessen verfolgten und so die Erinnerung vielfältig und dynamisch gestalteten. Die über mehrere Jahrzehnte nachgezeichnete Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit dieser Erinnerung sowie die daraus erwachsenen Spannungen zwischen einem Gedenken "von oben" und einem Gedenken "von unten" - zwischen Triumph und Trauma - eröffnen tiefe Einblicke in die Identitätsbildung von Belarus und in eine Erinnerungskultur, die von kontinuierlichem Wandel und abrupten Brüchen geprägt ist.

Die Studie untersucht die Entwicklung der belarusischen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg, die bis heute das historische Selbstverständnis des Landes prägt. Auf der Grundlage einer mikrohistorischen Analyse zentraler und lokaler Museen, Gedenkstätten und Denkmäler revidiert sie - überwiegend gestützt auf archivalische Quellen - das Bild einer monolithischen Erinnerungskultur. Stattdessen zeigt Ekaterina Keding, dass die Kriegserinnerung sowohl in der sowjetischen als auch in der nachsowjetischen Zeit stets heterogen und kontextabhängig war und politisch instrumentalisiert wurde. Die Kriegserinnerung war von einer Vielzahl von Akteuren geprägt, die jeweils eigene Interessen verfolgten und so die Erinnerung vielfältig und dynamisch gestalteten. Die über mehrere Jahrzehnte nachgezeichnete Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit dieser Erinnerung sowie die daraus erwachsenen Spannungen zwischen einem Gedenken "von oben" und einem Gedenken "von unten" - zwischen Triumph und Trauma - eröffnen tiefe Einblicke in die Identitätsbildung von Belarus und in eine Erinnerungskultur, die von kontinuierlichem Wandel und abrupten Brüchen geprägt ist.

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VerlagVandenhoeck u. Ruprecht
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe508 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungengebunden; mit 26 farb. Abb. u. 4 Tab.
MasseH23.5 cm x B16.0 cm x D3.8 cm 946 g
Auflage1. A.
ReiheSchnittstellen / Studien zum östlichen und südöstlichen Europa
AutorKeding, Ekaterina / Schulze Wessel, Martin (Reihe Hrsg.) / Brunnbauer, Ulf (Reihe Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Schnittstellen / Studien zum östlichen und südöstlichen Europa"

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