Elite und Krise (eBook)

Expansion und "Selbstbehauptung" der Philosophischen Fakultät Freiburg 1945-1967
Artikelnummer: 978-3-515-12601-4
Einband: PDF
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Als in den 1950er Jahren die Studierendenzahlen zu steigen begannen, erklärte die Professorengeneration der Jahrgänge 1886-1910 die später sogenannte Bildungsexpansion zur "universitären Krise": Universitäre Abschlüsse sollten einer Elite vorbehalten, die "Masse" abgewehrt werden. Da sich die Studierendenanzahl in den Geisteswissenschaften dennoch vervierfachte, versuchten die Professoren, zumindest ihre eigene Gruppe möglichst klein zu halten. Neue Hierarchien wurden eingeführt, neue Abschlüsse eingezogen und große Teile der Forschung und Lehre auf den Mittelbau verschoben, der kurzfristig ausgebaut wurde. Erst als Studierende und verschiedene Hochschulreformer sich die Krisenrhetorik aneigneten und öffentlich gegen die unzureichenden universitären Ausbildungskapazitäten, Demokratisierungsdefizite und staatliche Finanzierungsengpässe protestierten, bahnte sich ein Wandel an.

Mit institutionsgeschichtlichen, kollektivbiographischen und diskursanalytischen Methoden untersucht Christa Klein exemplarisch die Spannungsverhältnisse zwischen institutionellen und repräsentativen Entwicklungen der Philosophischen Fakultät Freiburg 1945-67. Universitätsgeschichte jenseits der Jubiläumsrhetorik, so zeigt sich hier, ist ein "missing link" zwischen Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte.

Als in den 1950er Jahren die Studierendenzahlen zu steigen begannen, erklärte die Professorengeneration der Jahrgänge 1886-1910 die später sogenannte Bildungsexpansion zur "universitären Krise": Universitäre Abschlüsse sollten einer Elite vorbehalten, die "Masse" abgewehrt werden. Da sich die Studierendenanzahl in den Geisteswissenschaften dennoch vervierfachte, versuchten die Professoren, zumindest ihre eigene Gruppe möglichst klein zu halten. Neue Hierarchien wurden eingeführt, neue Abschlüsse eingezogen und große Teile der Forschung und Lehre auf den Mittelbau verschoben, der kurzfristig ausgebaut wurde. Erst als Studierende und verschiedene Hochschulreformer sich die Krisenrhetorik aneigneten und öffentlich gegen die unzureichenden universitären Ausbildungskapazitäten, Demokratisierungsdefizite und staatliche Finanzierungsengpässe protestierten, bahnte sich ein Wandel an.

Mit institutionsgeschichtlichen, kollektivbiographischen und diskursanalytischen Methoden untersucht Christa Klein exemplarisch die Spannungsverhältnisse zwischen institutionellen und repräsentativen Entwicklungen der Philosophischen Fakultät Freiburg 1945-67. Universitätsgeschichte jenseits der Jubiläumsrhetorik, so zeigt sich hier, ist ein "missing link" zwischen Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte.

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VerlagFranz Steiner Verlag GmbH
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2020
Seitenangabe394 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse5'171 KB
Auflage20001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheWissenschaftskulturen. Reihe III: Pallas Athene
AutorKlein, Christa

Über den Autor Christa Klein

Christa Klein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Vergleichenden Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europas am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Alltags-, Sozial- und Kulturgeschichte, der populären Erinnerungs- und Geschichtskultur, der Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte sowie der Historischen Geschlechterforschung und der Intersektionalität.

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