"Ein Seil, geknüpft zwischen Thier und Übermensch"

Philosophische Erläuterungen zu Nietzsches 'Also sprach Zarathustra' von 1883
Artikelnummer: 978-3-7965-2682-4
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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CHF 25.50
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Die Inspiration zu Also sprach Zarathustra, einem der einflussreichsten und meistdiskutierten philosophischen Texte der letzten hundert Jahre, dessen breite Rezeption selbst so etwas wie eine kleine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts bildet, erhielt Friedrich Nietzsche nach eigener Aussage im Frühjahr 1883 während eines Aufenthaltes in Rapallo in der Nähe von Genua: Dort, so Nietzsche in Ecce homo, 'fiel mir der ganze erste Zarathustra ein, vor Allem Zarathustra selber, als Typus: richtiger, er überfiel mich ...' Damit nahm die Konzeption einer Lehrerfigur Gestalt an, die als Gegenmodell sowohl zum antiken (Sokrates) als auch zum christlichen (Jesus) Ideal gedacht war. Zarathustra sollte den Blick der Menschen aus der Fixierung auf ein Jenseits lösen und wieder auf das Hier und Jetzt lenken, in dem allein sich das Streben nach Sinn erfüllen muss. Zur Zeit der ersten Niederschrift im Februar 1883 - Nietzsche spricht auch von 'Niederkunft' und schildert deren Intensität als 'eine Art Aderlaß, [...] etwas Plötzliches, die Sache von 10 Tagen' - dachte der Philosoph allerdings noch nicht an eine Fortsetzung seines 'fünfte[n] '. Also sprach Zarathustra, veröffentlicht im August 1883, wurde demnach erst durch die später erscheinenden Teile zwei bis vier zum 'ersten' Teil. Ursprünglich war das Werk als ein in sich abgeschlossenes Ganzes angelegt und kann deshalb auch als eigenständiger Text gelesen und interpretiert werden. In ihrem Kommentar folgt Annemarie Pieper den Reden Zarathustras aus philosophischer Perspektive und versucht, deren bildreiche und mit Anspielungen gespickte Sprache vor dem Hintergrund der abendländisch-christlichen Metaphysik aufzuschlüsseln. Ihre kenntnisreichen Erläuterungen ermöglichen es aber nicht nur jenen, die Also sprach Zarathustra zum ersten Mal lesen, sondern auch Fachleuten, vertiefte und neue Einblicke in Nietzsches Gedanken, namentlich zum Übermenschen, zum Willen zur Macht und zur ewigen Wiederkunft des Gleichen, zu gewinnen.

Die Inspiration zu Also sprach Zarathustra, einem der einflussreichsten und meistdiskutierten philosophischen Texte der letzten hundert Jahre, dessen breite Rezeption selbst so etwas wie eine kleine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts bildet, erhielt Friedrich Nietzsche nach eigener Aussage im Frühjahr 1883 während eines Aufenthaltes in Rapallo in der Nähe von Genua: Dort, so Nietzsche in Ecce homo, 'fiel mir der ganze erste Zarathustra ein, vor Allem Zarathustra selber, als Typus: richtiger, er überfiel mich ...' Damit nahm die Konzeption einer Lehrerfigur Gestalt an, die als Gegenmodell sowohl zum antiken (Sokrates) als auch zum christlichen (Jesus) Ideal gedacht war. Zarathustra sollte den Blick der Menschen aus der Fixierung auf ein Jenseits lösen und wieder auf das Hier und Jetzt lenken, in dem allein sich das Streben nach Sinn erfüllen muss. Zur Zeit der ersten Niederschrift im Februar 1883 - Nietzsche spricht auch von 'Niederkunft' und schildert deren Intensität als 'eine Art Aderlaß, [...] etwas Plötzliches, die Sache von 10 Tagen' - dachte der Philosoph allerdings noch nicht an eine Fortsetzung seines 'fünfte[n] '. Also sprach Zarathustra, veröffentlicht im August 1883, wurde demnach erst durch die später erscheinenden Teile zwei bis vier zum 'ersten' Teil. Ursprünglich war das Werk als ein in sich abgeschlossenes Ganzes angelegt und kann deshalb auch als eigenständiger Text gelesen und interpretiert werden. In ihrem Kommentar folgt Annemarie Pieper den Reden Zarathustras aus philosophischer Perspektive und versucht, deren bildreiche und mit Anspielungen gespickte Sprache vor dem Hintergrund der abendländisch-christlichen Metaphysik aufzuschlüsseln. Ihre kenntnisreichen Erläuterungen ermöglichen es aber nicht nur jenen, die Also sprach Zarathustra zum ersten Mal lesen, sondern auch Fachleuten, vertiefte und neue Einblicke in Nietzsches Gedanken, namentlich zum Übermenschen, zum Willen zur Macht und zur ewigen Wiederkunft des Gleichen, zu gewinnen.

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Verlagschwabe
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2010
Seitenangabe415 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH12.0 cm x B19.5 cm x D2.2 cm 408 g
Auflage1., Aufl.
ReiheSchwabe reflexe
AutorPieper, Annemarie

Alle Bände der Reihe "Schwabe reflexe"

Über den Autor Annemarie Pieper

Annemarie Pieper war von 1981 bis 2001 ordentliche Professorin für Philosophie an der Universität Basel auf dem Lehrstuhl von Karl Jaspers und hat sich in ihrer Forschung vor allem mit der Existenzphilosophie und der philosophischen Ethik auseinandergesetzt. Im Schwabe Verlag erschienen ihr erster Roman «Die Klugscheisser GmbH» sowie die beiden Bände «Ein Seil, geknüpft zwischen Thier und Übermensch» und «Nachgedacht» in der Reihe «Schwabe reflexe». 2013 erhielt Annemarie Pieper den Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung.

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