Die Wildente (Kommentiert) (eBook)

Erweiterte Ausgabe. Eines der bekanntesten Stücke der skandinavischen Dramatik (Mit Biografie des Autors)
Artikelnummer: 978-80-268-5026-7
Einband: Adobe Digital Editions
Verfügbarkeit: Download, sofort verfügbar (Link per E-Mail)
CHF 1.00
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Die Wildente (1884) entfaltet in fünf Akten ein bürgerliches Kammerspiel von beklemmender Präzision: Die Familie Ekdal lebt von Illusionen, bis Gregers Werle mit dem fanatischen Anspruch auf Wahrheit ihre fragile Ordnung zerstört. Ibsens Prosa verbindet naturalistische Milieuschärfe mit symbolischer Verdichtung; die verletzte Wildente im Dachboden wird zum Bild eines beschädigten Lebens. Im Kontext des europäischen Realismus markiert das Stück eine skeptische Wendung gegen einfache Aufklärungs- und Emanzipationsprogramme. Henrik Ibsen (1828-1906), der norwegische Dramatiker des modernen Theaters, schrieb aus der Erfahrung gesellschaftlicher Enge, moralischer Heuchelei und langer Selbstexile in Italien und Deutschland. Nach Werken wie Nora und Gespenster kannte er die Sprengkraft unbequemer Wahrheit. In Die Wildente prüft er jedoch die Grenzen seines eigenen kritischen Programms: Nicht jede Enthüllung befreit, und Idealismus kann grausam werden, wenn ihm Menschenkenntnis fehlt. Dieses Drama empfiehlt sich Lesern, die psychologische Genauigkeit, ethische Ambivalenz und kunstvolle Bühnenökonomie schätzen. Es ist kein Lehrstück mit beruhigender Lösung, sondern eine intensive Untersuchung der Frage, ob Menschen ohne ihre lebensnotwendigen Fiktionen bestehen können. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes. - Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten. - Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben. - Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text. - Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen. - Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.

Die Wildente (1884) entfaltet in fünf Akten ein bürgerliches Kammerspiel von beklemmender Präzision: Die Familie Ekdal lebt von Illusionen, bis Gregers Werle mit dem fanatischen Anspruch auf Wahrheit ihre fragile Ordnung zerstört. Ibsens Prosa verbindet naturalistische Milieuschärfe mit symbolischer Verdichtung; die verletzte Wildente im Dachboden wird zum Bild eines beschädigten Lebens. Im Kontext des europäischen Realismus markiert das Stück eine skeptische Wendung gegen einfache Aufklärungs- und Emanzipationsprogramme. Henrik Ibsen (1828-1906), der norwegische Dramatiker des modernen Theaters, schrieb aus der Erfahrung gesellschaftlicher Enge, moralischer Heuchelei und langer Selbstexile in Italien und Deutschland. Nach Werken wie Nora und Gespenster kannte er die Sprengkraft unbequemer Wahrheit. In Die Wildente prüft er jedoch die Grenzen seines eigenen kritischen Programms: Nicht jede Enthüllung befreit, und Idealismus kann grausam werden, wenn ihm Menschenkenntnis fehlt. Dieses Drama empfiehlt sich Lesern, die psychologische Genauigkeit, ethische Ambivalenz und kunstvolle Bühnenökonomie schätzen. Es ist kein Lehrstück mit beruhigender Lösung, sondern eine intensive Untersuchung der Frage, ob Menschen ohne ihre lebensnotwendigen Fiktionen bestehen können. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes. - Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten. - Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben. - Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text. - Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen. - Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.

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Verlage-artnow
EinbandAdobe Digital Editions
Erscheinungsjahr2016
Seitenangabe96 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse857 KB
PlattformEPUB
AutorIbsen, Henrik / E-Artnow (Hrsg.) / Siemers, Marten (Komment.) / Lange, Wilhelm (Übers.)

Über den Autor Henrik Ibsen

Henrik Ibsen (20.3.1828 Skien - 23.5.1906 Christiana) war ein norwegischer Dramatiker und Lyriker. Schon als Jugendlicher verfasste er seine ersten Liebesgedichte. Als Dramatiker feierte Ibsen seinen Durchbruch als Hausdichter und künstlerischer Leiter am norwegischen Nationaltheater. In dieser Zeit entstand u.a. »Die Johannisnacht« (1853). Zu Ibsens größten Dramen, die weltweit inszeniert und adaptiert werden, gehört »Stützen der Gesellschaft« (1877), das den Beginn einer neuen dramatischen Gattung, des naturalistischen Gesellschaftsdramas, darstellt.

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