Die Slawen im Mittelalter zwischen Idee und Wirklichkeit (eBook)

Artikelnummer: 978-3-412-51899-8
Einband: PDF
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Europa ist mit rund 250 Mio. Sprechern slawischer Sprachen zu über einem Drittel "slawisch". Was bedeutet das für das Verständnis europäischer Kultur und Geschichte? Verfügt der slawischsprachige Bevölkerungsteil Europas über ein besonderes "slawisches" Bewusstsein, eine spezifische "slawische" Kultur und Geschichte. Ausgehend von dieser Frage erzählt Eduard Mühle die Geschichte der "Slawen" im Mittelalter völlig neu. Auf der Grundlage eingehender Quellenstudien entwirft er eine doppelte Perspektive. Zum einen beschreibt er die realen historischen Strukturen - von den "frühslawischen" Bevölkerungsgruppen und ihren ersten Herrschaftsbildungen im 7. bis 9. Jahrhundert, über die slawischsprachigen Reiche und nationes des 10. bis 12. bis zu den spätmittelalterlichen Gesellschaften des 13. bis frühen 15. Jahrhunderts . Zum anderen untersucht er die Fremd- und Selbstbilder, mit deren Hilfe die "Slawen" seit dem 6. Jahrhundert immer wieder als ein kulturelles Konstrukt entworfen bzw. "erfunden" worden sind und zeigt, wie diese Bilder schon im Mittelalter in verschiedenen Kontexten und zu unterschiedlichen Zwecken geschichtspolitisch instrumentalisiert wurden.

Europa ist mit rund 250 Mio. Sprechern slawischer Sprachen zu über einem Drittel "slawisch". Was bedeutet das für das Verständnis europäischer Kultur und Geschichte? Verfügt der slawischsprachige Bevölkerungsteil Europas über ein besonderes "slawisches" Bewusstsein, eine spezifische "slawische" Kultur und Geschichte. Ausgehend von dieser Frage erzählt Eduard Mühle die Geschichte der "Slawen" im Mittelalter völlig neu. Auf der Grundlage eingehender Quellenstudien entwirft er eine doppelte Perspektive. Zum einen beschreibt er die realen historischen Strukturen - von den "frühslawischen" Bevölkerungsgruppen und ihren ersten Herrschaftsbildungen im 7. bis 9. Jahrhundert, über die slawischsprachigen Reiche und nationes des 10. bis 12. bis zu den spätmittelalterlichen Gesellschaften des 13. bis frühen 15. Jahrhunderts . Zum anderen untersucht er die Fremd- und Selbstbilder, mit deren Hilfe die "Slawen" seit dem 6. Jahrhundert immer wieder als ein kulturelles Konstrukt entworfen bzw. "erfunden" worden sind und zeigt, wie diese Bilder schon im Mittelalter in verschiedenen Kontexten und zu unterschiedlichen Zwecken geschichtspolitisch instrumentalisiert wurden.

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VerlagBöhlau Köln
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2020
Seitenangabe503 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungenmit 5 Karten
Auflage20001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
AutorMühle, Eduard

Über den Autor Eduard Mühle

Eduard Mühle ist Professor für Geschichte Ostmittel- und Osteuropas an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

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