Der Tagebuchroman als literarische Gattung (eBook)

Thematologische, poetologische und narratologische Aspekte
Artikelnummer: 978-3-11-042888-9
Einband: PDF
Verfügbarkeit: Download, sofort verfügbar (Link per E-Mail)
CHF 180.55
decrease increase

Trotz sehr spezifischer Themen, poetologischer Strukturen und narrativer Strategien sind Tagebuchromane bislang noch nicht als eigenständige Gattung bestimmt worden - im Gegensatz zur Nachbargattung des Briefromans.
Die Arbeit entwickelt eine systematische Gattungsbestimmung des Tagebuchromans. Anhand detaillierter Textanalysen von Raabes Chronik der Sperlingsgasse, Rilkes Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und Torbergs Und glauben, es wäre die Liebe... werden einerseits gattungssystematische Gemeinsamkeiten, andererseits literarhistorische Entwicklungen aufgezeigt. Die sich anschließende Gattungsdefinition fokussiert erstens die spezifische Konstitution des schreibenden Subjekts im Tagebuchroman, zweitens die eingesetzten narrativen Strategien und drittens die fiktionslogische Besonderheit einer ,Faktualitätsfiktion'. Tagebuchromane erweisen sich als metanarrative Gattung, die illusionsbestärkende Elemente mit Fiktionsmarkern kombiniert und damit bereits seit 300 Jahren mit textuell-narrativen Verfahren experimentiert, die in der Gegenwartsliteratur als innovativ wahrgenommen werden.

Trotz sehr spezifischer Themen, poetologischer Strukturen und narrativer Strategien sind Tagebuchromane bislang noch nicht als eigenständige Gattung bestimmt worden - im Gegensatz zur Nachbargattung des Briefromans.
Die Arbeit entwickelt eine systematische Gattungsbestimmung des Tagebuchromans. Anhand detaillierter Textanalysen von Raabes Chronik der Sperlingsgasse, Rilkes Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und Torbergs Und glauben, es wäre die Liebe... werden einerseits gattungssystematische Gemeinsamkeiten, andererseits literarhistorische Entwicklungen aufgezeigt. Die sich anschließende Gattungsdefinition fokussiert erstens die spezifische Konstitution des schreibenden Subjekts im Tagebuchroman, zweitens die eingesetzten narrativen Strategien und drittens die fiktionslogische Besonderheit einer ,Faktualitätsfiktion'. Tagebuchromane erweisen sich als metanarrative Gattung, die illusionsbestärkende Elemente mit Fiktionsmarkern kombiniert und damit bereits seit 300 Jahren mit textuell-narrativen Verfahren experimentiert, die in der Gegenwartsliteratur als innovativ wahrgenommen werden.

Schreiben Sie Ihre eigene Bewertung
  • Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten
*
*
Schlecht
Sehr gut
*
*
*
*
VerlagDe Gruyter
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2015
Seitenangabe328 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Auflage15001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheHermaea. Neue Folge
AutorKellner, Renate

Alle Bände der Reihe "Hermaea. Neue Folge"

Über den Autor Renate Kellner

Renate Kellner, Friedrich-Alexander-University, Erlangen, Germany.

Weitere Titel von Renate Kellner

Produktbewertungen
Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten