Der Koran

Band 2/1: Frühmittelmekkanische Suren. Das neue Gottesvolk: 'Biblisierung' des altarabischen Weltbildes. Handkommentar
Artikelnummer: 978-3-458-70039-5
Einband: Fester Einband
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CHF 64.00
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Die Suren der mittelmekkanischen Zeit setzen neue Schwerpunkte. Aus dem intimen Gespräch zwischen dem göttlichen Sprecher und dem mit »du« angesprochenen Verkünder entwickelt sich nun eine koranische Theologie. Sie basiert auf der Vorstellung immer wiederholten göttlichen Sprechens durch Propheten. In ihrem Bestreben, sich an diese biblische Prophetengeschichte und damit das Gottesvolk der Israeliten anzubinden, entwickelt die Hörergemeinde zunehmend das Bewusstsein, selbst zu den Erwählten zu gehören. Sie deutet biblische Geschichte, vor allem das Buch Exodus, typologisch und versteht daher ihre eigene Gegenwart nicht nur als Fortsetzung der Geschichte der von Mose geführten Israeliten, sondern als deren Neuinszenierung. Mose tritt als Vorbild für den Verkünder hervor: Nicht nur erfolgt seine Berufung unter ähnlichen Bedingungen wie die des Verkünders, auch Moses Exodus wird in einer wichtigen Transzendenzerfahrung des Verkünders neu inszeniert. Suren der mittelmekkanischen Zeit kreisen um Erzählungen, die den Mittelteil einnehmen. Mit dieser Struktur greift die Gemeinde auf die Praxis der älteren Religionen zurück: Die Suren reflektieren nicht mehr nur liturgische Vorträge, sondern bilden vollständige monotheistische Gottesdienste ab, bei denen - vom jüdischen und christlichen Modell vorgegeben - Lesungen biblischer Texte in der Mitte zu stehen haben. Das neue Gottesvolk folgt dem älteren auch liturgisch nach.

»Es gelingt Neuwirth auf beeindruckende Weise, die sprachliche und theologische Einzigartigkeit des Textes auch dem nicht des Arabischen mächtigen Leser zu veranschaulichen.«

Die Suren der mittelmekkanischen Zeit setzen neue Schwerpunkte. Aus dem intimen Gespräch zwischen dem göttlichen Sprecher und dem mit »du« angesprochenen Verkünder entwickelt sich nun eine koranische Theologie. Sie basiert auf der Vorstellung immer wiederholten göttlichen Sprechens durch Propheten. In ihrem Bestreben, sich an diese biblische Prophetengeschichte und damit das Gottesvolk der Israeliten anzubinden, entwickelt die Hörergemeinde zunehmend das Bewusstsein, selbst zu den Erwählten zu gehören. Sie deutet biblische Geschichte, vor allem das Buch Exodus, typologisch und versteht daher ihre eigene Gegenwart nicht nur als Fortsetzung der Geschichte der von Mose geführten Israeliten, sondern als deren Neuinszenierung. Mose tritt als Vorbild für den Verkünder hervor: Nicht nur erfolgt seine Berufung unter ähnlichen Bedingungen wie die des Verkünders, auch Moses Exodus wird in einer wichtigen Transzendenzerfahrung des Verkünders neu inszeniert. Suren der mittelmekkanischen Zeit kreisen um Erzählungen, die den Mittelteil einnehmen. Mit dieser Struktur greift die Gemeinde auf die Praxis der älteren Religionen zurück: Die Suren reflektieren nicht mehr nur liturgische Vorträge, sondern bilden vollständige monotheistische Gottesdienste ab, bei denen - vom jüdischen und christlichen Modell vorgegeben - Lesungen biblischer Texte in der Mitte zu stehen haben. Das neue Gottesvolk folgt dem älteren auch liturgisch nach.

»Es gelingt Neuwirth auf beeindruckende Weise, die sprachliche und theologische Einzigartigkeit des Textes auch dem nicht des Arabischen mächtigen Leser zu veranschaulichen.«
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VerlagInsel
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2017
Seitenangabe708 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH18.0 cm x B12.0 cm x D4.0 cm 541 g
CoverlagVerlag der Weltreligionen (Imprint/Brand)
Auflage1. A.
AutorNeuwirth, Angelika (Hrsg.) / Neuwirth, Angelika (Übers.) / Neuwirth, Angelika (Komment.)

Über den Autor Angelika (Hrsg.) Neuwirth

Michael A. Sells is Barrows Professor of the History and Literature of Islam and Professor of Comparative Literature at the University of Chicago. Angelika Neuwirth is Professor Emeritus of Arabic Studies at the Freie Universität in Berlin.

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