Bibliothek Europa: Aufbruch ins Heute (Audio Download)

Meisterwerke der europäischen Literatur und Philosophie. Herausgegeben und eingeleitet von Sven Görtz
Artikelnummer: 978-3-7545-2224-0
Einband: Audio Download
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CHF 38.00
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Die Hörbuchbox "Aufbruch ins Heute" aus der "Bibliothek Europa" präsentiert Meisterwerke der Literatur und Philosophie in großer Vielfalt der Genres, Themen und Epochen, jeweils mit einer kurzen Erläuterung eingeleitet vom Herausgeber Sven Görtz . Charles Dickens ist ein Könner der Unterhaltung mit Tiefgang, Humor und kritischem Engagement, sein Roman "Oliver Twist", vielfach verfilmt, bleibt ein Standardwerk der Moderne. Das gilt auch für das naturalistische Drama "Fräulein Julie" von August Strindberg aus dem Jahr 1888, in dem der Schwede den Sprengstoff des Herzens und den Sprengstoff des Klassenkampfes auf der Bühne explodieren lässt. Friedrich Nietzsche lädt uns in die Welt seiner wahrheitserforschenden, menschliches Leben und tradiertes gesellschaftliches Gebaren zerpflückenden Aphorismen seiner "Fröhlichen Wissenschaft" ein. Märchen aus der Ukraine erzählen von einer ursprünglichen tiefen Verbundenheit von Mensch und Natur. Dass Gedichte wie Hits sein können und dabei doch hoch intelligent, klangvoll und empfindsam wie zarteste Berührungen, beweist der tschechische Dichter deutscher Zunge Rainer Maria Rilke. Dass es in der Welt der durchorganisierten Gesellschaft zugeht wie in einem geordneten Irrenhaus, in dem die Momente des Zufalls, der Willkür und der belanglosen Gründlichkeit geheimen Gesetzen und Mustern folgen, die uns martern und entfremden, offenbart uns Franz Kafka mit seinem Roman "Der Prozess". Das Drama "Hamlet" von William Shakespeare zeigt einen Menschen in tiefer Krise seiner Existenz und spart dabei weder an Gruseleffekten, Humor, Philosophie oder Liebestragik. Seneca, Denker und Politiker der römischen Antike, hat mit seinem Büchlein "Von der Kürze des Lebens" einen Klassiker epochenübergreifender Einsichten und praktischer Wahrheiten geschaffen: Wer Zeit vergeudet, so Seneca, vergeudet sein Leben. Stefan Zweigs letztes Werk ist vielleicht dasjenige, was am meisten zu Herzen geht: "Die Schachnovelle" von 1942 über einen Gestapohäftling, dem das Erlernen des Schachspiels das Leben rettet. Während zur Zeit des Spätmittelalters zahlreiche europäische Dichter süße Minnelieder klingen lassen, ergeht sich ein Franzose genüsslich in wilden lyrischen Ergüssen: Francois Villon in seinen Balladen und lasterhaften Liedern in deutscher Nachdichtung von Paul Zech. Wie ein Sohn seinen berühmten Vater literarisch übertrumpfen kann und dabei ein zeitloses Werk voller menschlicher Dramatik schafft, zeigt Alexandre Dumas, der Jüngere mit seinem Roman "Die Kameliendame". Im Stück "König Ödipus" von Sophokles von 430 v. Chr. gibt es scheinbar nur einen einzigen Helden, der alles beherrscht, selbst Könige und alles Geschehen in Gang bringt: das Schicksal. Offray de la Metrie und sein philosophisches Pamphlet "Der Mensch eine Maschine" ist ein Ausnahmewerk des aufgeklärten Materialismus, ironisch, unbestechlich, herausfordernd. Der Engländer William Blake war vieles in einer Person: Graphiker, Maler, Visionär, Dichter, erfolglos zu Lebzeiten verebben die Wellen seines Nachruhms nicht, seine "Lieder der Unschuld" und Lieder der Erfahrung" zählen zu den Höhepunkten lyrischer Imagination. Ein Autor, der schreiben konnte wie Manet oder Cezanne malen - in feinsten Farben mit sanfter Seele - war der Däne Herman Bang, sein Roman "Am Wege" erzählt von Segen und Fluch des einfachen Lebens ohne schrille grelle Töne, doch auf jeder Seite hochmodern und mit reichem Herzklang.
Die Hörbuchbox "Aufbruch ins Heute" aus der "Bibliothek Europa" präsentiert Meisterwerke der Literatur und Philosophie in großer Vielfalt der Genres, Themen und Epochen, jeweils mit einer kurzen Erläuterung eingeleitet vom Herausgeber Sven Görtz . Charles Dickens ist ein Könner der Unterhaltung mit Tiefgang, Humor und kritischem Engagement, sein Roman "Oliver Twist", vielfach verfilmt, bleibt ein Standardwerk der Moderne. Das gilt auch für das naturalistische Drama "Fräulein Julie" von August Strindberg aus dem Jahr 1888, in dem der Schwede den Sprengstoff des Herzens und den Sprengstoff des Klassenkampfes auf der Bühne explodieren lässt. Friedrich Nietzsche lädt uns in die Welt seiner wahrheitserforschenden, menschliches Leben und tradiertes gesellschaftliches Gebaren zerpflückenden Aphorismen seiner "Fröhlichen Wissenschaft" ein. Märchen aus der Ukraine erzählen von einer ursprünglichen tiefen Verbundenheit von Mensch und Natur. Dass Gedichte wie Hits sein können und dabei doch hoch intelligent, klangvoll und empfindsam wie zarteste Berührungen, beweist der tschechische Dichter deutscher Zunge Rainer Maria Rilke. Dass es in der Welt der durchorganisierten Gesellschaft zugeht wie in einem geordneten Irrenhaus, in dem die Momente des Zufalls, der Willkür und der belanglosen Gründlichkeit geheimen Gesetzen und Mustern folgen, die uns martern und entfremden, offenbart uns Franz Kafka mit seinem Roman "Der Prozess". Das Drama "Hamlet" von William Shakespeare zeigt einen Menschen in tiefer Krise seiner Existenz und spart dabei weder an Gruseleffekten, Humor, Philosophie oder Liebestragik. Seneca, Denker und Politiker der römischen Antike, hat mit seinem Büchlein "Von der Kürze des Lebens" einen Klassiker epochenübergreifender Einsichten und praktischer Wahrheiten geschaffen: Wer Zeit vergeudet, so Seneca, vergeudet sein Leben. Stefan Zweigs letztes Werk ist vielleicht dasjenige, was am meisten zu Herzen geht: "Die Schachnovelle" von 1942 über einen Gestapohäftling, dem das Erlernen des Schachspiels das Leben rettet. Während zur Zeit des Spätmittelalters zahlreiche europäische Dichter süße Minnelieder klingen lassen, ergeht sich ein Franzose genüsslich in wilden lyrischen Ergüssen: Francois Villon in seinen Balladen und lasterhaften Liedern in deutscher Nachdichtung von Paul Zech. Wie ein Sohn seinen berühmten Vater literarisch übertrumpfen kann und dabei ein zeitloses Werk voller menschlicher Dramatik schafft, zeigt Alexandre Dumas, der Jüngere mit seinem Roman "Die Kameliendame". Im Stück "König Ödipus" von Sophokles von 430 v. Chr. gibt es scheinbar nur einen einzigen Helden, der alles beherrscht, selbst Könige und alles Geschehen in Gang bringt: das Schicksal. Offray de la Metrie und sein philosophisches Pamphlet "Der Mensch eine Maschine" ist ein Ausnahmewerk des aufgeklärten Materialismus, ironisch, unbestechlich, herausfordernd. Der Engländer William Blake war vieles in einer Person: Graphiker, Maler, Visionär, Dichter, erfolglos zu Lebzeiten verebben die Wellen seines Nachruhms nicht, seine "Lieder der Unschuld" und Lieder der Erfahrung" zählen zu den Höhepunkten lyrischer Imagination. Ein Autor, der schreiben konnte wie Manet oder Cezanne malen - in feinsten Farben mit sanfter Seele - war der Däne Herman Bang, sein Roman "Am Wege" erzählt von Segen und Fluch des einfachen Lebens ohne schrille grelle Töne, doch auf jeder Seite hochmodern und mit reichem Herzklang.
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VerlagBibliothek Europa
EinbandAudio Download
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe0 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
PlattformMP3
ReiheBibliothek Europa
AutorKafka, Franz / Sophokles, Franz / Görtz, Sven / Mettrie, Julien Offray de la / Blake, William / Bang, Herman / Dickens, Charles / Rilke, Rainer Maria / Dumas, Alexandre / Strindberg, August / Zweig, Stefan / Villon, François / Nietzsche, Friedrich / Seneca, Friedrich / Shakespeare, William / Kafka, Franz (Künstler) / Sophokles, Franz (Künstler) / Görtz, Sven (Künstler) / Görtz, Sven (Gelesen) / Fritsche, Jürgen (Gelesen) / Europa, Bibliothek (Hrsg.) / Mettrie, Julien Offray de la (Künstler) / Blake, William (Künstler) / Bang, Herman (Künstler) / Dickens, Charles (Künstler) / Rilke, Rainer Maria (Künstler) / Dumas, Alexandre (Künstler) / Strindberg, August (Künstler) / Zweig, Stefan (Künstler) / Villon, François (Künstler) / Nietzsche, Friedrich (Künstler) / Seneca, Friedrich (Künstler) / Shakespeare, William (Künstler) / Fritsche, Jürgen (Künstler)

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Über den Autor Franz Kafka

Franz Kafka (3.7.1883 Prag - 3.6.1924 Kierling bei Klosterneuburg) studierte nach dem Abitur Jura an der Deutschen Universität Prag und wurde 1906 promoviert. Im Brotberuf Versicherungsjurist widmete sich Kafka seiner schriftstellerischen Tätigkeit in der Regel nachts. Seine erste große Erzählung Das Urteil (1912) bedeutete den Durchbruch zu einem eigenen Erzählstil, der von präzise-realistischen Detailschilderungen und einer phantastisch-grotesken Verfremdung der Realität gekennzeichnet ist. Kafkas unverwechselbarer Stil wird mit dem eigens geprägten Begriff 'kafkaesk' beschrieben. Kafka starb im Alter von 40 Jahren an Tuberkulose.

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