Automatenbüfett / Welt überfüllt

Zwei Theaterstücke
Artikelnummer: 978-3-88661-411-0
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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CHF 21.50
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Anna Gmeyner (1902-1991), aufgewachsen in einer jüdischen Wiener Anwaltsfamilie, lebte zwischenzeitlich in Berlin und Edinburgh, arbeitete als Dramaturgin bei Erwin Piscator und feierte erste Erfolge mit eigenen Theaterstücken, ehe sie 1933 vor nationalsozialistischer Verfolgung zunächst nach Paris, später nach London floh, was ihre Laufbahn als Dramatikerin jäh beendete. 1938 erschien ihr Roman "Manja" im deutschsprachigen Amsterdamer Exilverlag Querido. Dieser Band versammelt die beiden letzten, vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise angesiedelten Bühnentexte der Autorin: In "Automatenbüfett" ist das titelgebende Lokal der letzte Schrei in einer Kleinstadt. Es zieht einen Schwarm von närrischen und gierigen, versponnenen und gemeinen, idealistischen und eigennützigen, erfolgreichen und 'abgebauten' Gästen an, die hier ihre Interessen ausfechten, während unterschwellig die politischen Spannungen zunehmen. "Welt überfüllt", ein hier erstmals veröffentlichtes Stück aus dem Nachlass, beginnt als Kriminalgeschichte, die sich jedoch kaleidoskopartig zu einem Gesellschaftspanorama weitet. Vor dem Hintergrund eines organisierten Diebstahls entspinnt sich eine Großstadtgeschichte um Arbeitslosigkeit und Liebe, Existenzängste und Glücksverheißungen. Mit großer Beobachtungsgabe und Empathie zeichnet Gmeyner das Porträt einer "überfüllten" Welt der kleinen Leute, die sich im Wandel befindet und in der alle irgendwie ihren Platz zu finden hoffen.

Anna Gmeyner (1902-1991), aufgewachsen in einer jüdischen Wiener Anwaltsfamilie, lebte zwischenzeitlich in Berlin und Edinburgh, arbeitete als Dramaturgin bei Erwin Piscator und feierte erste Erfolge mit eigenen Theaterstücken, ehe sie 1933 vor nationalsozialistischer Verfolgung zunächst nach Paris, später nach London floh, was ihre Laufbahn als Dramatikerin jäh beendete. 1938 erschien ihr Roman "Manja" im deutschsprachigen Amsterdamer Exilverlag Querido. Dieser Band versammelt die beiden letzten, vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise angesiedelten Bühnentexte der Autorin: In "Automatenbüfett" ist das titelgebende Lokal der letzte Schrei in einer Kleinstadt. Es zieht einen Schwarm von närrischen und gierigen, versponnenen und gemeinen, idealistischen und eigennützigen, erfolgreichen und 'abgebauten' Gästen an, die hier ihre Interessen ausfechten, während unterschwellig die politischen Spannungen zunehmen. "Welt überfüllt", ein hier erstmals veröffentlichtes Stück aus dem Nachlass, beginnt als Kriminalgeschichte, die sich jedoch kaleidoskopartig zu einem Gesellschaftspanorama weitet. Vor dem Hintergrund eines organisierten Diebstahls entspinnt sich eine Großstadtgeschichte um Arbeitslosigkeit und Liebe, Existenzängste und Glücksverheißungen. Mit großer Beobachtungsgabe und Empathie zeichnet Gmeyner das Porträt einer "überfüllten" Welt der kleinen Leute, die sich im Wandel befindet und in der alle irgendwie ihren Platz zu finden hoffen.

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VerlagVerlag Der Autoren
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2022
Seitenangabe256 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH18.6 cm x B11.4 cm x D1.8 cm 266 g
AutorGmeyner, Anna

Über den Autor Anna Gmeyner

Anna Gmeyner, geboren 1902 in ein großbürgerlich-liberales Elternhaus in Wien, ist als Kind entschlossen, Schriftstellerin zu werden. Als junge Frau zieht sie nach Berlin, da ihr Österreich in den 1920er-Jahren als Autorin und Dramatikerin zu wenig Arbeitsmöglichkeiten bietet. Gerade als man in Deutschland beginnt, ihre sozialkritischen, politisch brisanten und von Kritikern hochgelobten Stücke (»Automatenbuffet«, »Heer ohne Helden«) aufzuführen, vereitelt Hitlers »Machtergreifung« ihre weitere Karriere. Im Exil in Paris und London entstehen ein Deutschland- und ein Exilroman: »Manja. Ein Roman um fünf Kinder« (1938) und »Café du Dôme« (1941). Gmeyner lässt sich nach dem Krieg in England nieder und schreibt ihre weiteren Werke auf Englisch; sie stirbt 1991.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.Armin Strohmeyr ist Germanist, Mitglied des PEN Zentrums Deutschland und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen u. a. über die Geschwister Mann, Annette Kolb, Sophie von La Roche, George Sand und Hester Stanhope, zudem von Romanen, Gedichtbänden und zahlreichen Radiofeatures. Er ist Herausgeber der Werke Hedwig Lachmanns, Oskar Schürers und mehrerer wiederentdeckter Romane des deutschen Exils. Als Übersetzer und Herausgeber ist es sein Verdienst, dass »Café du Dôme«, ein Exilroman ersten Ranges, dem deutschsprachigen Publikum nun wiedergeschenkt wird.

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