Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues. Band III, Lieferung 4 (eBook)

1462 Januar - Dezember
Artikelnummer: 978-3-7873-4596-0
Einband: PDF
Verfügbarkeit: Download, sofort verfügbar (Link per E-Mail)
CHF 190.00
decrease increase

Das Jahr 1462 verbrachte der alternde Nikolaus von Kues als vertriebener Bischof in Italien. Wichtigstes Thema war der noch immer ungelöste Dauerkonflikt mit Herzog Sigismund von Österreich. Eine Friedensdiplomatie auf mehreren europäischen Bühnen blieb erfolglos. Vermittlungsinitiativen des Bischofs von Konstanz, der Eidgenossen und der Republik Venedig überlagerten sich zunächst. Eine Gesandtschaft des venezianischen Patriziers Paolo Morosini in Tirol schuf dann die Voraussetzungen für hoffnungsvolle Friedensgespräche, die ab November 1462 in Venedig anliefen. Die fieberhafte Suche nach Kompromissen erwies sich bald als aussichtslos, nicht nur wegen der umstrittenen Höhe der Restitutionsforderungen, sondern vor allem, weil die erbarmungslose Logik von Kirchenstrafen und Absolution nicht mit dem Verständnis von fürstlicher Ehre in Einklang zu bringen war. Fundament dieser unbeugsamen Haltung gegen Pius II. waren die giftigen Angriffe des längst häretisierten Tiroler Hofjuristen Gregor Heimburg gegen die Grundpfeiler des päpstlichen Amtsverständnisses, die immer deutlicher zeigen, wie eng landesfürstliches Machtbewusstsein mit postkonziliaristischen Ideen verflochten war. Daneben gibt der Band gibt Einblicke in die Welt eines Kurienkardinals. Cusanus trat hier vor allem als engagierter Fürsprecher der Stadt Breslau in Erscheinung, die im Klammergriff des Hussitenkönigs Georg Podiebrad von Böhmen verzweifelt nach Unterstützung suchte.

Das Jahr 1462 verbrachte der alternde Nikolaus von Kues als vertriebener Bischof in Italien. Wichtigstes Thema war der noch immer ungelöste Dauerkonflikt mit Herzog Sigismund von Österreich. Eine Friedensdiplomatie auf mehreren europäischen Bühnen blieb erfolglos. Vermittlungsinitiativen des Bischofs von Konstanz, der Eidgenossen und der Republik Venedig überlagerten sich zunächst. Eine Gesandtschaft des venezianischen Patriziers Paolo Morosini in Tirol schuf dann die Voraussetzungen für hoffnungsvolle Friedensgespräche, die ab November 1462 in Venedig anliefen. Die fieberhafte Suche nach Kompromissen erwies sich bald als aussichtslos, nicht nur wegen der umstrittenen Höhe der Restitutionsforderungen, sondern vor allem, weil die erbarmungslose Logik von Kirchenstrafen und Absolution nicht mit dem Verständnis von fürstlicher Ehre in Einklang zu bringen war. Fundament dieser unbeugsamen Haltung gegen Pius II. waren die giftigen Angriffe des längst häretisierten Tiroler Hofjuristen Gregor Heimburg gegen die Grundpfeiler des päpstlichen Amtsverständnisses, die immer deutlicher zeigen, wie eng landesfürstliches Machtbewusstsein mit postkonziliaristischen Ideen verflochten war. Daneben gibt der Band gibt Einblicke in die Welt eines Kurienkardinals. Cusanus trat hier vor allem als engagierter Fürsprecher der Stadt Breslau in Erscheinung, die im Klammergriff des Hussitenkönigs Georg Podiebrad von Böhmen verzweifelt nach Unterstützung suchte.

Schreiben Sie Ihre eigene Bewertung
  • Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten
*
*
Schlecht
Sehr gut
*
*
*
*
VerlagFelix Meiner Verlag
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe294 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Masse4'769 KB
Auflage26001 A. Unverändertes eBook der 1. Auflage von 2025
PlattformPDF
ReiheActa Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues
AutorHelmrath, Johannes (Hrsg.) / Woelki, Thomas (Hrsg.)

Alle Bände der Reihe "Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues"

Weitere Titel von Johannes (Hrsg.) Helmrath

Produktbewertungen
Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten