acht schtumpfo züri empfernt

Novelle
Artikelnummer: 978-3-03853-231-6
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: Lieferbar in ca. 5-10 Arbeitstagen
CHF 22.00
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Ein junger Mann steht vor dem Bahnhof einer Weltstadt, "acht schtumpfo züri empfernt", und wartet auf seine Freundin, "traft", die er seit fünf Monaten nicht mehr gesehen hat. Und er denkt zurück, wie sie aneinander und auseinander geraten sind, und wie ähnlich zwei andere Frauen in seinem Leben auf- und wegtaucht sind, 'tlena' und 'zonnia', aber auch Männer wie Mohammed, der Papierlose, der im "usschaffixgfängnis" landet, oder "joschi", der beste Freund 'us sankaschteziite unkindergarte', oder Jonas Geissberger, der "zimmli bekannti schriftschteller". Und in all diesen Begegnungen tauchen immer wieder "Dia füolette hose / winen rote fade" auf, das Dingsymbol einer Novelle. Und novellenhaft rahmen auch das Warten auf "traffi" und ihr Auftreten zum Schluss alle Geschichten ein. Über die Novelle hinaus ist dieser Text auch ein Blues, melancholisch und beschwingt zugleich. Die fortreihenden "und" geben dem Lied einen insistierenden Rhythmus und die jede grammatische und orthografische Regel sprengende phonetische Graphie macht den Text zur Partitur, deren ungewohnte Buchstabenfolgen uns mit den Klängen und den Rhythmen zugleich auch das Timbre der zürichdeutschen Laute hören lassen. Dominic Oppliger bleibt mit dieser kühnen Graphie Musiker und Performer und bietet, weil er ausserhalb aller Konventionen so schreibt, wie er spricht, spoken script in Reinkultur.

Ein junger Mann steht vor dem Bahnhof einer Weltstadt, "acht schtumpfo züri empfernt", und wartet auf seine Freundin, "traft", die er seit fünf Monaten nicht mehr gesehen hat. Und er denkt zurück, wie sie aneinander und auseinander geraten sind, und wie ähnlich zwei andere Frauen in seinem Leben auf- und wegtaucht sind, 'tlena' und 'zonnia', aber auch Männer wie Mohammed, der Papierlose, der im "usschaffixgfängnis" landet, oder "joschi", der beste Freund 'us sankaschteziite unkindergarte', oder Jonas Geissberger, der "zimmli bekannti schriftschteller". Und in all diesen Begegnungen tauchen immer wieder "Dia füolette hose / winen rote fade" auf, das Dingsymbol einer Novelle. Und novellenhaft rahmen auch das Warten auf "traffi" und ihr Auftreten zum Schluss alle Geschichten ein. Über die Novelle hinaus ist dieser Text auch ein Blues, melancholisch und beschwingt zugleich. Die fortreihenden "und" geben dem Lied einen insistierenden Rhythmus und die jede grammatische und orthografische Regel sprengende phonetische Graphie macht den Text zur Partitur, deren ungewohnte Buchstabenfolgen uns mit den Klängen und den Rhythmen zugleich auch das Timbre der zürichdeutschen Laute hören lassen. Dominic Oppliger bleibt mit dieser kühnen Graphie Musiker und Performer und bietet, weil er ausserhalb aller Konventionen so schreibt, wie er spricht, spoken script in Reinkultur.

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VerlagDer gesunde Menschenversand
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe160 S.
AusgabekennzeichenSchweizerdeutsch
MasseH18.0 cm x B13.0 cm 180 g
Reiheedition spoken script pocket
AutorOppliger, Dominic

Alle Bände der Reihe "edition spoken script pocket"

Über den Autor Dominic Oppliger

Dominic Oppliger (*1983) hat Soziale Arbeit und Transdisziplinarität in den Künsten studiert, lebt in Zürich und arbeitet selbständig als Autor, Musiker, künstlerischer Berater und Schreibcoach. Sein Mundartroman 'giftland' wurde 2024 mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. 2025 erschienen in Co-Autorschaft der Foto-Text-Band 'chönnti' (cpress) mit Tom Huber und die Fantasyerzählung 'Helsinki' (Der gesunde Menschenversand) mit Vincent Glanzmann.

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