Überlieferung: Das philologisch-antiquarische Wissen im frühen 18. Jahrhundert (eBook)

Artikelnummer: 978-3-11-052028-6
Einband: PDF
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In der epistemologischen Umbruchzeit zwischen 'vormodern'-enzyklopädischer und 'modern'-disziplinärer Wissensordnung werden die Sachverhalte antiquarischer und philologischer Praxis neu verhandelt.

Im Zentrum des Buches stehen die Materiallogiken und Narrative, die Verfügbarkeit, Beschaffenheit, Manipulierbarkeit und Temporalität der Überlieferungsobjekte bestimmen und sichern helfen, prägend für gelehrte Praxis ebenso wie literarische Imagination. Die Fallstudien (J. Hardouin, J.J. Scheuchzer, J.J. Bodmer, J.J. Winckelmann) zeigen dabei, wie - scheinbar am Rand der dominanten Wissensformationen der Epoche und spätestens von der Materialvergessenheit der historischen Wissenschaften im 19. Jahrhundert diskreditiert - Gegenstände und Verfahren der Überlieferung eine überaus produktive epistemologische Eigenständigkeit gewinnen.

Was bisher als Echo längst diskreditierter Wissenspraktiken oder als Vorgeschichte moderner Fachwissenschaften betrachtet worden ist, erweist sich damit als singuläre historische Konstellation, deren Signatur eine Selbstverpflichtung auf das Besondere und Bedingte ist.

Stephan Kammer, Luwig-Maximilians-Universität München.

In der epistemologischen Umbruchzeit zwischen 'vormodern'-enzyklopädischer und 'modern'-disziplinärer Wissensordnung werden die Sachverhalte antiquarischer und philologischer Praxis neu verhandelt.

Im Zentrum des Buches stehen die Materiallogiken und Narrative, die Verfügbarkeit, Beschaffenheit, Manipulierbarkeit und Temporalität der Überlieferungsobjekte bestimmen und sichern helfen, prägend für gelehrte Praxis ebenso wie literarische Imagination. Die Fallstudien (J. Hardouin, J.J. Scheuchzer, J.J. Bodmer, J.J. Winckelmann) zeigen dabei, wie - scheinbar am Rand der dominanten Wissensformationen der Epoche und spätestens von der Materialvergessenheit der historischen Wissenschaften im 19. Jahrhundert diskreditiert - Gegenstände und Verfahren der Überlieferung eine überaus produktive epistemologische Eigenständigkeit gewinnen.

Was bisher als Echo längst diskreditierter Wissenspraktiken oder als Vorgeschichte moderner Fachwissenschaften betrachtet worden ist, erweist sich damit als singuläre historische Konstellation, deren Signatur eine Selbstverpflichtung auf das Besondere und Bedingte ist.

Stephan Kammer, Luwig-Maximilians-Universität München.
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VerlagDe Gruyter
EinbandPDF
Erscheinungsjahr2017
Seitenangabe419 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungen4 ill.
Auflage17001 A. 1. Auflage
PlattformPDF
ReiheHallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung
AutorKammer, Stephan

Alle Bände der Reihe "Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung"

Über den Autor Stephan Kammer

Stephan Kammer, Luwig-Maximilians-Universität München.

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