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Andersen, Marguerite : Ich, eine schlechte Mutter

Bekenntnisse

Eine Frau rechnet ab: mit sich selbst und ihrem Leben. Bei Kriegsende war Marguerite Andersen zwanzig Jahre alt, 1946 zog die gebürtige Magdeburgerin in die Welt hinaus. Als sie ihrem französischen Mann auf der Suche nach einem Leben voller Freiheit und Abenteuer von Berlin nach Tunis folgt, erlebt sie, früh schon Mutter geworden, stattdessen die Enge einer traditionellen Hausfrauenexistenz.
Sie flieht, lässt ihre Kinder zeitweise zurück, geht in andere Länder, stillt ihren Bildungshunger und emanzipiert sich nicht zuletzt durch die Literatur. Marguerite Andersens langer Weg der Befreiung führt sie bis nach Kanada und von der deutschen zur französischen Sprache. Rückblickend fragt sich die Frau, die es zur Literaturprofessorin und erfolgreichen Schriftstellerin gebracht hat, ob der Preis für ihre Freiheit nicht zu hoch war, ob sie sich nicht auf Kosten ihrer Kinder selbst verwirklicht hat. Nein, sagen die längst erwachsenen Kinder, doch so leicht will die Mutter es weder ihnen noch sich selbst oder uns machen.
Angeregt von Montaigne und Rousseau, von Marguerite Duras und Gabrielle Roy stellt sie schmerzliche und erkenntnisfördernde Fragen. In diesen Bekenntnissen spiegelt sich ein ganzes Jahrhundert voller Verwerfungen. Sie drehen sich aber auch um einen Konflikt, der bis heute vor allem Biografien von Frauen prägt: der zwischen einer liebenden Frau und Mutter und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Selbsterfüllung. Ich, eine schlechte Mutter ist ein beeindruckendes Dokument der Selbsterfahrung und Selbstreflektion.

Verlag Secession Verlag für Literatur
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2020
Seitenangabe 191 S.
Meldetext Versand innert 1-2 Arbeitstagen
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H20.8 cm x B13.5 cm x D1.6 cm 352 g
Autor Andersen, Marguerite / Klobusiczky, Patricia (Übers.)
Artikelnummer: 978-3-906910-90-1
Verfügbarkeit: Versand innert 1-2 Arbeitstagen
Fr. 27.00
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Eine Frau rechnet ab: mit sich selbst und ihrem Leben. Bei Kriegsende war Marguerite Andersen zwanzig Jahre alt, 1946 zog die gebürtige Magdeburgerin in die Welt hinaus. Als sie ihrem französischen Mann auf der Suche nach einem Leben voller Freiheit und Abenteuer von Berlin nach Tunis folgt, erlebt sie, früh schon Mutter geworden, stattdessen die Enge einer traditionellen Hausfrauenexistenz.
Sie flieht, lässt ihre Kinder zeitweise zurück, geht in andere Länder, stillt ihren Bildungshunger und emanzipiert sich nicht zuletzt durch die Literatur. Marguerite Andersens langer Weg der Befreiung führt sie bis nach Kanada und von der deutschen zur französischen Sprache. Rückblickend fragt sich die Frau, die es zur Literaturprofessorin und erfolgreichen Schriftstellerin gebracht hat, ob der Preis für ihre Freiheit nicht zu hoch war, ob sie sich nicht auf Kosten ihrer Kinder selbst verwirklicht hat. Nein, sagen die längst erwachsenen Kinder, doch so leicht will die Mutter es weder ihnen noch sich selbst oder uns machen.
Angeregt von Montaigne und Rousseau, von Marguerite Duras und Gabrielle Roy stellt sie schmerzliche und erkenntnisfördernde Fragen. In diesen Bekenntnissen spiegelt sich ein ganzes Jahrhundert voller Verwerfungen. Sie drehen sich aber auch um einen Konflikt, der bis heute vor allem Biografien von Frauen prägt: der zwischen einer liebenden Frau und Mutter und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Selbsterfüllung. Ich, eine schlechte Mutter ist ein beeindruckendes Dokument der Selbsterfahrung und Selbstreflektion.

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Über den Autor Andersen, Marguerite

Marguerite Andersen, 1924 in Magdeburg geboren, begeisterte sich schon früh für die französische Sprache und verließ Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach Stationen in Tunesien, den USA und Äthiopien wanderte sie in Kanada ein. In Montreal promovierte sie in französischer Literatur und lehrte an verschiedenen Universitäten. Heute lebt die Schriftstellerin, aktive Pazifistin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift Virages in Toronto. Sie hat zahlreiche Werke in unterschiedlichsten Gattungen veröffentlicht, und wurde vielfach ausgezeichnet.

Patricia Klobusiczky geboren 1968 in Berlin, hat zehn Jahre lang als Lektorin beim Rowohlt Verlag gearbeitet. Seit 2006 ist sie freie Übersetzerin aus dem Französischen und Englischen und hat neben zahlreichen anderen Werke von William Boyd und Marie Darrieussecq ins Deutsche übertragen. Seit März 2017 ist sie Bundesvorsitzende im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke.

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