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Dostojewskij, Fjodor : Böse Geister

Roman
Eine Stadt in Rußland wird von »Bösen Geistern« heimgesucht, die ein Labyrinth aus Angst, Qual und Obsession errichten. In der Mitte der taumelnden Welt steht Stawrogin, von dem sich alle Orientierung erhoffen - er ist ein genialischer Mensch, der sich über alle gesell-schaftlichen und sexuellen Konventionen hinwegsetzt, um doch mit jeder Ausschweifung die gleiche Schalheit zu erfahren. In Stawrogins Nähe wird eine revolutionäre Zelle gegründet, deren Mitglieder durch einen gemeinsam begangenen Mord zusammengeschweißt werden sollen. In den Sog der Ereignisse gerät ironischerweise der Vater eines der Anführer. Seine Generation war die der geistigen Ziehväter der Revolutionäre, aber nun verteidigt er die Schönheit der Kunst gegen das Brot der Notwendigkeit. Doch der Einfluß der obskuren Gruppe ist nicht zu brechen, die Stadt verfällt ihr wie in einem Taumel, der schließlich in einem Mord gipfelt. Wie kein zweites Buch Dostojewskijs ist 'Böse Geister' (früher unter dem ungenauen Titel 'Dämonen') ein Roman der Stimmen: Eine ganze Stadt spricht und entfaltet ihre Tragödie in Monologen und Dialogen, die wie Kraftfelder die Handlung vorantreiben. Und ganz nebenbei entsteht ein Handbuch von Mißbrauch und Perversion der Macht. Mit den 'Bösen Geistern' legt Swetlana Geier den dritten Band ihrer Dostojewskij-Übertragungen vor. Ihre Übersetzungskunst bringt die Perlen in Dostojewskijs Text zum Funkeln: die satirischen Einlagen, witzigen Dialoge und humoristischen Zwischenspiele waren noch nie so frisch übertragen und lassen uns einen neuen Dostojewskij entdecken.

"Swetlana Geier hat diese Stimmen erneut zum Klingen gebracht, mit feinem Ohr für die Farbe jedes einzelnen Instruments. Die weinerliche, halbfranzösische Suada des alten Werchowenski, der wie Glasperlen rieselnde Wortschwall seines Söhnchens, das zum Staccato verkommene Russisch eines ehemaligen Emigranten - all dies vernehmen wir hier in einer Frische und ungeschönten Herbheit, die dem Ton der Originalinstrumente sehr nahe kommt."
Neue Zürcher Zeitung

Artikelnummer: 978-3-596-14658-1
Verfügbarkeit: innert 1-2 Tage lieferbar
Fr. 24.50
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Eine Stadt in Rußland wird von »Bösen Geistern« heimgesucht, die ein Labyrinth aus Angst, Qual und Obsession errichten. In der Mitte der taumelnden Welt steht Stawrogin, von dem sich alle Orientierung erhoffen - er ist ein genialischer Mensch, der sich über alle gesell-schaftlichen und sexuellen Konventionen hinwegsetzt, um doch mit jeder Ausschweifung die gleiche Schalheit zu erfahren. In Stawrogins Nähe wird eine revolutionäre Zelle gegründet, deren Mitglieder durch einen gemeinsam begangenen Mord zusammengeschweißt werden sollen. In den Sog der Ereignisse gerät ironischerweise der Vater eines der Anführer. Seine Generation war die der geistigen Ziehväter der Revolutionäre, aber nun verteidigt er die Schönheit der Kunst gegen das Brot der Notwendigkeit. Doch der Einfluß der obskuren Gruppe ist nicht zu brechen, die Stadt verfällt ihr wie in einem Taumel, der schließlich in einem Mord gipfelt. Wie kein zweites Buch Dostojewskijs ist 'Böse Geister' (früher unter dem ungenauen Titel 'Dämonen') ein Roman der Stimmen: Eine ganze Stadt spricht und entfaltet ihre Tragödie in Monologen und Dialogen, die wie Kraftfelder die Handlung vorantreiben. Und ganz nebenbei entsteht ein Handbuch von Mißbrauch und Perversion der Macht. Mit den 'Bösen Geistern' legt Swetlana Geier den dritten Band ihrer Dostojewskij-Übertragungen vor. Ihre Übersetzungskunst bringt die Perlen in Dostojewskijs Text zum Funkeln: die satirischen Einlagen, witzigen Dialoge und humoristischen Zwischenspiele waren noch nie so frisch übertragen und lassen uns einen neuen Dostojewskij entdecken.

"Swetlana Geier hat diese Stimmen erneut zum Klingen gebracht, mit feinem Ohr für die Farbe jedes einzelnen Instruments. Die weinerliche, halbfranzösische Suada des alten Werchowenski, der wie Glasperlen rieselnde Wortschwall seines Söhnchens, das zum Staccato verkommene Russisch eines ehemaligen Emigranten - all dies vernehmen wir hier in einer Frische und ungeschönten Herbheit, die dem Ton der Originalinstrumente sehr nahe kommt."
Neue Zürcher Zeitung

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